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Vor der Tür des Lu Ban mit der Axt prahlen

班门弄斧
Bān mén nòng fǔ

Als der Dichter Lǐ Baí im Jahr 762 starb, pilgerten die Leute zu seinem Grab, und nicht Wenige wurden am Grab zu eigener Dichtkunst inspiriert. Also hinterließen sie ihre dichterischen Ergüsse auf dem Grabstein. Die meisten dieser Werke waren einfach lächerlich. Man sagte, diese Möchtegern-Dichter seien so lächerlich, als ob jemand besser mit der Axt umgehen wolle, als Lǔ Bān.

Verwendung:
Lǔ Bān (鲁班) war ein geschickter Zimmermann und Alleskönner. Der Überlieferung zufolge erfand er die Säge, den Regenschirm, die einrädrige Karre und andere nützliche Dinge. Und deshalb wurde der Name Lǔ Bān zum Inbegriff für jemand, der etwas so meisterhaft kann, dass es nicht zu überbieten ist. Und das gilt natürlich auch für Lu Bans Umgang mit der Axt. Und wer es doch versucht, macht sich ganz einfach lächerlich.
 

Fǔ, das Schriftzeichen für Axt, setzt sich zusammen aus dem Lautgeber fu (eigentlich Vater, aber auch fu ausgesprochen) und dem Sinngeber Beil.

班    bān    Bān (班) steht hier für den berühmten Zimmermann Lǔ Bān (鲁班).     
门    mén    Tür, Tor; Langzeichen: 門   
弄    nòng    tun, machen, spielen mit   
斧    fǔ    Axt