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Oma Wang verkauft Melonen.

王婆卖瓜 - 自卖自夸。
Wáng Pó màiguā – zìmài zìkuā.
Oma Wang verkauft Melonen – sie lobt die, die sie selbst verkauft.

Ein geläufiges chinesisches Sprichwort besagt, dass Oma Wáng ihre eigenen Melonen ganz besonders lobt. Aber in der Gemeinde Tiánmǎ (田马) in der ostchinesischen Provinz Shāndōng (山东), gibt es Melonen, bei denen Oma Wang ihre eigenen Melonen vergessen würde. Zuckermelonen aus Tiánmǎ werden nämlich unter dem Markennamen „Wáng Pó“(王婆), „die alte Melonenhändlerin Wang“, vermarktet.
 
Ein Verwandter (?) von Oma Wáng, ein Bauer namens Wáng Hànliáng (王汉良) in der Nähe von Peking, dachte sich eine ganz besondere Methode aus, um besonders gute Wassermelonen anzubauen. Er teilte ein Stück seines Feldes ab, und bewässerte die Melonen mit Milch, wobei er sie gleichzeitig mit Musik von Beethoven beschallte. Seine Bemühungen zahlten sich aus, als er den ersten Preis beim Melonenwettbewerb in seinem Dorf gewann. Seine mit Milch behandelten Wassermelonen gewannen, weil sie angeblich viel süßer als die anderen schmeckten. Seitdem lässt sich Wáng als „Melonenkönig“ (瓜王 guāwáng) bezeichnen.

Verwendung:
„Jeder Krämer lobt seine Ware.“
 
王    wáng    König, hier ein Familienname
婆    pó     alte Frau, Oma
卖    mài    verkaufen; Langzeichen: 賣
瓜    guā    Melonen
自    zì    selbst
卖    mài    verkaufen; Langzeichen: 賣
自    zì    selbst
夸    kuā    loben, preisen