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Ich zuerst, dann die Anderen!

Nicht wenige chinesische Sprichwörter kritisieren den Egoismus, der in China vermutlich noch nicht gänzlich ausgerottet ist.

In einer Geschichte wird von zwei unterschiedlichen Brüdern erzählt. Der ältere Bruder war gefräßig und faul. Der jüngere Bruder war fleißig und pflichtbewusst. Beide starben zufällig am gleichen Tag und wurden vor den Höllenkönig Yama (阎罗王 Yánluówáng) geleitet.
Yama sagte: „Als ihr in eurem letzten Leben als Menschen wiedergeboren wurdet, verhieltet ihr euch nicht zu schlecht, habt aber auch nicht sehr viel Gutes getan. Ihr dürft also in eurem nächsten Leben einen menschlichen Körper behalten.“
Dann fragte Yama den Höllenrichter: „Welche Familien können neue Kinder zur Wiedergeburt aufnehmen?“
Der Höllenrichter ging seine Unterlagen durch und sagte: „In Frage kommen die Familien Zhào (赵) und Xiè (谢). Wer in der Familie Zhào geboren wird, muss anderen dauernd Hilfe anbieten und seine Habseligkeiten weggeben. Wer jedoch in der Familie Xiè geboren wird, erhält im ganzen Leben Gaben von anderen.“
Da kniete sich der ältere Bruder und flehte: „Yama, ich bitte dich, mich in der Familie Xiè wiedergeboren zu lassen.“
Der jüngere Bruder aber sagte demutvoll: „Ich würde gerne in der Familie Zhào wiedergeboren werden und meine Habe anderen schenken.“
Und so geschah es. Der jüngere Bruder wurde in der reichen Familie Zhào wiedergeboren. Er war das einzige Kind und half anderen wo er nur konnte.
Der ältere Bruder aber wurde in der Bettlerfamilie Xiè wiedergeboren und musste sein ganzes Leben lang um die Gaben anderer Menschen betteln.

यम
Yama, die Sanskritzeichen für den Höllenrichter

Jeder kehre vor seiner Tür.
Wie ein Fisch auf dem Trockenen
Oma Wang verkauft Melonen.
Nicht ein einziges Haar opfern
Wenn zwei sich streiten …
Ein überflüssiger Flötenspieler füllt die Zahl auf.
Drei Mönche - kein Wasser