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Wokou

倭寇 wōkòu
倭寇 wakō
왜구 waeku
 
Mitte des 16. Jahrhunderts musste China sich gegen eine schwere Gefahr vom Meer her wehren, nämlich gegen die Angriffe der japanischen Piraten, die mit dem Namen Wōkòu (倭 wō, „Zwerg“, war ein alter Name für die Japaner) bezeichnet wurden.

Die Angriffe erreichten zwischen 1540 und 1565 ihren Höhepunkt. Das Piratentum war damals gewiß nichts Neues; es scheint beinahe ununterbrochen die ganze Geschichte hindurch grassiert zu haben und von allen Küstenvölkern Ostasiens ausgeübt worden zu sein

Die Wakō kaperten Schiffe, plünderten Küstendörfer auf dem asiatischen Festland, betrieben Menschenhandel und Schmuggel. Ihre Streifzüge trugen für Jahrhunderte zum schlechten Verhältnis zwischen Japan und seinen Nachbarländern bei. Auch der Koreafeldzug des Toyotomi Hideyoshi (豊臣 秀吉) im Jahr 1592, wurde von den Koreanern als Wakō-Angriff bezeichnet.


Banditen und Verbrecher
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