Logo-Hochschule-fr-Wirtschaft-und-Gesellschaft-Ludwigshafen

Wen Cheng

文成 Wén Chéng

文成公主 Wén Chéng Gōngzhǔ (Wen Cheng + Prinzessin)
མུན་ཆང་ཀུང་ཅོ  Mun Chang kungco
7. Jahrhundert

Im 7. Jahrhundert einte Songtsen Gampo (སྲོང་བཙན་སྒམ་པོ་; 松贊干布 Sōngzàn Gānbù) die tibetischen Stämme unter seiner Führung und begann, einen Staat aufzubauen. Er gründete die Hauptstadt Lhasa (ལྷ་ས་) und ließ eine tibetische Schrift erschaffen. Die tibetische Sprache ist zwar mit der chinesischen verwandt, doch die tibetische Schrift wurde aus einer indischen entwickelt. Außerdem soll er den Buddhismus aus Indien eingeführt haben.

Auch begann Songtsen Gampo militärisch zu expandieren. Um ihn zu befrieden, gab ihm der chinesische Kaiser Tàizōng (唐太宗 Táng Tàizōng) im Jahr 635 die Prinzessin Wén Chéng zur Frau.

Die chinesische Geschichtsschreibung hat diese Heirat als Beginn der Kultivierung Tibets durch China gedeutet. Doch Songtsen Gampo war zugleich auch mit der nepalesischen Prinzessin Bhrikuti Devi (བལ་མོ་བཟ་ཁྲི་བཙུན) verheiratet. Die beiden Frauen symbolisieren die verschiedenen Einflüsse, die in Tibet zusammenkamen. Die wichtigsten Impulse kamen dabei aus Indien. Traditionellen Vorstellungen zufolge kam der Buddhismus aber erst mit Wén Chéng in die Hochlandschaften Tibets.