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Okinawa

沖縄 Okinawa
沖縄県 Okinawa-ken (Okinawa + Präfektur)
2.276 km²
1,4 Millionen Einwohner
612 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Naha (那覇)

okinawa

Auf Okinawa und den umliegenden Inselgruppen konnten sich eigene Sprachen und Kulturen entwickeln, da Okinawa zum unabhängigen Königreich Ryūkyū (琉球, Ryūkyū) gehörte, das bis 1879 Bestand hatte. Die Ryūkyū-Inseln (琉球諸島 Ryūkyū-shotō) sind eine Inselgruppe, die sich über 1.200 km zwischen Kyūshū (九州) und Táiwān (臺灣) erstreckt. Sie haben etwa 1,5 Millionen Einwohner, wobei fast 90 Prozent allein auf der Hauptinsel Okinawa (沖縄本島 Okinawa Hontō) leben. Von den 98 Inseln sind nur 47 bewohnt.

Emblem der Präfektur ist der weiße Buchstabe O (als Anfang des Namens).

okinawaflag

Im Zweiten Weltkrieg geriet Okinawa aufgrund seiner Lage in einen Schraubstock. So kam es, dass 1945 eines der vernichtendsten Artilleriegefechte auf der Hauptinsel Okinawa ausgetragen wurde. Insgesamt starben 50.000 amerikanische und 110.000 japanische Soldaten sowie 150.000 Zivilisten, die zwischen die Linien geraten waren. Okinawa kam dann unter US-amerikanische Verwaltung, bis es 1972 an Japan zurückgegeben wurde. Bis dahin mussten die Bewohner besondere Reisedokumente mit sich zu führen, wenn sie nach Japan reisen wollten. Nachdem Okinawa 1972 an Japan zurückgegeben worden war, machte die Regierung Versuche, die Wirtschaft der Insel anzukurbeln. 1975 wurde eine „Ocean Expo“ veranstaltet, die zwar viele Touristen anzog, doch das große Geschäft machten die Aussteller aus Zentraljapan. Okinawas Wirtschaft ist noch immer von den großen US-Militärbasen abhängig. Etwa elf Prozent der Gesamtfläche der Präfektur gehört den US-Streitkräften oder ist von ihnen gepachtet.

Die zweite große Stütze der Wirtschaft Okinawas ist der Tourismus. Werbekampagnen zielten vor allem auf Flitterwöchner, denen Guam vielleicht nicht ganz geheuer ist.