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Ningxia

宁夏 Níngxià (Frieden + Sommer)
宁夏回族自治区Níngxià Huízú Zìzhìqū (Ningxia + Hui + Volk + selbst + regieren + Gebiet)
Abkürzung: 宁 (Níng)
66.461 km²
6,3 Millionen Einwohner
89 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Yínchuān (银川, Silberstrom)

„Wir folgten dem Lauf des Gelben Flusses [黄河 Huánghé], seiner großen Schleife in der Mongolei und dem geraderen Verlauf in der notleidenden Provinz Ningxia. Keiner findet ein gutes Wort für Ningxia, und das ist verständlich. Es war eine ausgebleichte und windzerzauste Gegend mit sehr wenigen Einwohnern, Moslems, viele aus dem Volksstamm der Huí [回]. Hinter vorgehaltener Hand erklärten die Chinesen sie für dreckig und abergläubisch, aber öffentlich priesen sie ihre malerischen Sitten. Die Chinesen hatten den Huis gegenüber ein schlechtes Gewissen. Da man die Abscheu der Huis vor Schweinen und Schweinefleisch kannte, hatte man sie während der Kulturrevolution zu Schweinehirten und Speckschneidern gemacht.

Wir hatten die kargen Ebenen und grasbewachsenen Berge der Mongolei hinter uns gelassen und befanden uns nun inmitten großer, massiger, irisch anmutender Berge, auf denen vereinzelt Schafe und Ziegen weideten. Alle Hänge waren kahl, felsig und voller Rinnen, Schluchten, Felsbrüche und Spalten - als wäre in grauer Vorzeit Wasser durch diese Gegend gerauscht und hätte dabei nicht nur jedes Lebewesen, sondern auch den Boden mit sich gerissen. Es war eine imposante Ödnis.“

(Paul Theroux: Das chinesische Abenteuer. Reise durch das Reich der Mitte. 1989. ISBN 3-546-49082-7)

Die nach der Insel Hainan kleinste Provinz wird durch den Gelben Fluss [黄河 Huánghé] zweigeteilt. Wegen der Unterdrückung ihres Glaubens und der vorübergehenden Auflösung ihrer Provinz haben die Chinesisch sprechenden Hui in der Vergangenheit immer wieder gegen Peking aufbegehrt, bis ihnen 1958 ihr verkleinertes Gebiet wieder zugesprochen wurde.
 

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