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Mie

三重 Mie (drei + gefaltet)
三重県 Mie-ken (Mie + Präfektur)
5.777 km²
1,9 Millionen Einwohner
321 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Tsu (津, Hafen)

Nach dem Kojiki (古事記, Aufzeichnung alter Geschehnisse) stammt der Name Mie vom Kaisersohn Yamato Takeru (倭建命, 82 - 113), der die Einigung Japans möglich machte. Als dieser sich aufmacht, die Gottheit vom Berg Ibuki (伊吹山 Ibuki-yama) zu unterwerfen, muss er erst einen Berg überwinden auf dem diese Gottheit ihm einen heftigen Eisregen entgegenschickt und dann die Tagi-Ebene (當藝野) durchschreiten. Als er schließlich ein Dorf erreicht sagt er:

「吾が足は三重の勾の如くして甚疲れたり。」
「Ware ga ashi wa mihe no magari no shikushite ito tsukaretari.」
(Meine Beine sind wie dreifach gekrümmt und äußerst müde.)

Daraufhin bekam das Dorf und damit die Region den Namen Mihe bzw. Mie. Yamato Takeru erlag kurz darauf seinen Strapazen.

Das Emblem der Präfektur zeigt ein stilisiertes Hiragana-Zeichen für die Silbe mi (み) und stellt gleichzeitig eine Zuchtperle dar.

mieflag

夫婦岩
Meoto Iwa
伊勢神宮
Ise-Daijingū
In Futami (二見) liegen die gern fotografierten Ehepaarfelsen, die mit einem Strohseil verbunden sind und als heilig gelten, weil man sie als Sinnbild der Schöpfergottheiten Izanagi (伊邪那岐命) und Izanami (伊邪那美) betrachtet. Das tonnenschwere Seil muss mehrmals pro Jahr in einer Zeremonie ersetzt werden. Bei Ebbe sind die beiden Felsen nicht durch Wasser getrennt. In Mie befindet sich der Ise-Schrein, ein Shinto-Heiligum, das alle 20 Jahre neu wird gebaut, sodass sich die Architektur seit Jahrhunderten erhalten hat. Der letzte Neubau war im Jahr 2013. Er gilt als das höchste Heiligtum Japans. Er besteht aus dem Inneren Schrein (内宮 Naikū) und dem sechs Kilometer entfernten Äußeren Schrein (外宮 Gekū), sowie 125 Nebenschreinen. Der Innere Schrein ist der Sonnengöttin Amaterasu (天照) geweiht, die als Ahnherrin des Kaiserhauses verehrt wird.
御木本幸吉
Mikimoto Kōkichi
鈴鹿サーキット
Suzuka Saikitto
In der Ago-Bucht mit ihren zerklüfteten Fjorden, liegt das Zentrum der japanischen Zuchtperlenindustrie, die im ausgehenden 19. Jahrhundert von Mikimoto Kōkichi entwickelt wurde. Der Suzuka International Racing Course ist Austragungsort des letzten Formel 1-Rennens der Saison.