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Li Ching-chao

李清照  Lǐ Qīngzhào (Familienname Li)

1094 - 1151

„Das Datum des Todes der chinesischen Dichterin Lǐ Qīngzhào wird gewöhnlich mit vier Ziffern - 1155 - und einem Fragezeichen angegeben. Sicher ist nur ihr Geburtsdatum, 1084. Damit fällt das Leben dieser wohl bedeutendsten chinesischen Literatin in die Blütezeit der Song-Dynastie [宋朝 Sòngcháo; 960 - 1279].

Anders als in Europa gehörten im China des 12. Jahrhunderts Buchdruck, Papier und Porzellan schon zu den Alltagsgegenständen, und dass eine Frau unter den wichtigsten Vertretern der chinesischen Hochkultur figurierte, scheint im Falle Lǐ Qīngzhàos nicht erst durch jahrhundertelange Querelen erkämpft worden zu sein. Bisher sind Leben und Werk der Chinesin im deutschsprachigen Raum vornehmlich Gegenstand akademischer Darstellungen gewesen.“
(http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/derpreisderleidenschaft-r.htm)

Lǐ Qīngzhào, die größte Dichterin Chinas, wuchs in der kultivierten Atmosphäre einer Gelehrtenfamilie auf, Früh zeigte sich ihre Begabung in Dichtung, Malerei und Kalligrafie; sie wurde gefördert durch die Ehe mit einem Gelehrten und Sammler.

Von Li Qingzhaos Werken sind etwa einhundert Gedichte erhalten. Das bekanntest ist wohl das folgende:

尋尋覓覓, Xúnxún mìmì Suchen, suchen, trachten, trachten
冷冷清清 lěnglěng qīngqīng Kalt, kalt, klar, klar
凄凄惨惨戚戚。 qīqī cǎncǎn qīqī Einsam, einsam, elend, elend, traurig, traurig.

 

Dieser Gedichteingang ist berühmt dafür, dass jedes in den drei Zeilen auftretende Schriftzeichen doppelt vorkommt.

chinesische Dichter
Han Yu  韓愈 - Li Ching-chao 李清照 - Li Tai-po 李白 - Po Chü-i 白居易 - Su Tung-po 蘇東坡 - Tao Yuan-ming 陶淵明 - Tu Fu 杜甫

 

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