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Jiangsu

江苏 Jiāngsū
江苏省 Jiāngsū Shěng (Jiangsu + Provinz)
Abkürzung: 苏 (Sū)
102.000 km²
77,3 Millionen Einwohner
680 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Nánjīng (南京, südliche Hauptstadt; früher Nanking)

 

Die Küstenlinie dieser Provinz ist rund 1.000 Kilometer lang. Sie hat auch unter allen Provinzen Chinas den höchsten Anteil an Flachland und Wasser und den niedrigsten an Hügel- und Bergland. Außerdem ist sie Chinas flachste, tiefliegendste und am dichtesten besiedelte Provinz.
 
Die wohlhabende Provinz wird von ihren Nachbarn beneidet und trägt den Beinamen „Fisch- und Reisland“. Die Provinz erlangte Wohlstand durch den Handel mit Seide und Meersalz.
 
南京
Nánjīng
苏州
Sūzhōu
In der Geschichte Chinas war die heutige Provinzhauptstadt Nánjīng (Südliche Hauptstadt) Gegenpol zu Peking (北京 Běijīng), der Nördlichen Hauptstadt. Als eine der alten Hauptstädte Chinas für acht Herrscherhäuser sowie 1927 bis 1937 als Hauptstadt der Republik China war die 2.400 Jahre alte Stadt immer auch Kulturstadt.
(Foto: Wikimedia)
Sūzhōus Gärten wurden im Lauf von Jahrhunderte von reichen Beamten, Kaufleuten und Grundherren angelegt. Hierhin zogen sich Würdenträger zu, um die letzten Jahre ihres Lebens in Ruhe zu verleben. Die Baumeister hatten die Aufgabe, auf einem begrenzten Raum eine maximale Anzahl von Szenerien zu schaffen.
(Foto: Wikimedia)

揚州
Yángzhōu
大運河
Dà Yùnhé
Yángzhōu war ein wichtiger Knotenpunkt für den Salzhandel. Marco Polo verbrachte hier (angeblich) mehrere Jahre als Statthalter. Durch ihre Position direkt am Kaiserkanal wurde sie im Mittelalter zu einer wohlhabenden Handelsstadt. Mit der Einführung der Eisenbahnlinien in China verlor sie jedoch ihre Bedeutung als Handelsstandort.
Die Provinz verdankt ihren Wohlstand den alten Wasserstraßen, dem Jangtsekiang (长江 Chángjiāng) und dem Kaiserkanal (Großer Transportfluss), den Hauptverkehrswegen früherer Zeiten.



無錫
Wúxī
太湖
Tàihú

Die Stadt Wúxī (kein Zinn) war während der Zhou- und Qin-Dynastie ein Zentrum des Zinnbergbaus, woraus sich der Stadtname Youxī (有錫 = mit Zinn) ergab.

Als die Zinnvorkommen erschöpft waren, wurde die Stadt in Wúxī (無錫 = ohne Zinn) umbenannt.

Der Tàihú (großer See) bei Wúxī ist der drittgrößte Süßwassersee Chinas. Er ist durchschnittlich nur zwei Meter tief und hat etwa 90 Inseln.  Taihu-Steine (太湖石 Tàihúshi) sind bizarr geformte Felsen, die einzeln oder in Anhäufungen chinesische Gärten zieren. Sie bestehen aus porösem Kalkgestein, das meistens von der Westberg-Insel im Tàihú stammt. Sie wurden für mehrere Jahre in den See geworfen und dem Wasser ausgesetzt. Auf diese Weise entstanden löcherige, bizarre Formen.