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Fukuoka

福岡 Fukuoka (Glück + Hügel)
福岡県 Fukuoka-ken (Fukuoka + Präfektur)
4.976 km²
5,1 Millionen Einwohner
1.019 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Fukuoka-shi (福岡市)
Region: Kyūshū (九州)

fukuoka

„Es gehört schon etwas Phantasie dazu, sich vorzustellen, dass vor rund 900 Jahren in Hakata die entscheidenden Schlachten geschlagen wurden, die das weitere Schicksal Japans als eigenständiges Land bestimmten. Am 19. November 1274 erschallte in der Bucht von Hakata der Ruf: ‚Die Mongolen kommen!’ Und wie sie kamen: in Hunderten von Booten waren etwa 15.000 Krieger des Mongolenführers Kublai Khan [フビライ Fubirai], bis an die Zähne bewaffnet, von koreanischen Häfen aus nach Japan gesegelt. ... Schon am ersten Kampftag erwiesen sie sich gegenüber den Japanern waffenmäßig und technisch überlegen. Gleichwohl zogen sie sich abends wegen eines drohenden Taifuns [大風 ōkaze] auf ihre Schiffe zurück. Das wurde ihr Verhängnis. Der Orkan versenkte zahlreiche Boote, Tausende ertranken...

Sieben Jahre dauerte es, bis er ein angeblich 150.000 Mann starkes Heer für einen abermaligen Überfall auf Japan von anderen Kriegspflichten entbinden konnte. Die größte Überseekriegsexpedition, welche die Welt je gesehen hat, füllte im Juni 1281 erneut die Bucht von Hakata mit ihren Schiffen. Diesmal waren die Japaner besser gerüstet und leisteten erheblichen Widerstand. Bis in den August hinein hatte jedoch keine Seite den Krieg für sich entscheiden können. Da geschah das Unglaubliche: Am 16. August zog wieder ein gewaltiger Taifun auf, verwandelte die Bucht in ein tosendes Gewässer und brachte Tod und Verderben über die Armada.

Die Japaner sprachen ehrfürchtig vom kamikaze [神風], dem ‚göttlichen Wind’, der ihnen beigestanden hatte, und zogen daraus den Schluß, ihr Land genieße einen einzigartigen göttlichen Schutz. Tatsächlich ist Japan bis zum Zweiten Weltkrieg nie wieder von Invasoren bedroht worden. Und es ist kein Zufall, dass die japanischen Piloten, die sich selbstmörderisch mit ihren Flugzeugen auf amerikanische Kriegsschiffe stürzten, Kamikaze-Flieger genannt wurden.“
(Barbara Lange: Japan. Walter-Verlag, 1984. ISBN: 978-3-530502503)

Die Präfektur Fukuoka liegt auf der südjapanischen Insel Kyūshū.

Das verschlungene Symbol der Präfektur ist die stilisierte Blüte einer Pflaume (梅 ume).

fukuokaflag

福岡
Fukuoka
博多どんたく
Hakata Dontaku

Die Stadt Fukuoka ist Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der südjapanischen Insel Kyūshū  (九州).

Fukuoka liegt auf derselben geografischen Breite wie Shanghai, Casablanca oder Los Angeles.

Im 9. Jahrhundert diente eine offizielle Gästehalle (Kōrōkan) dem Empfang ausländischer Delegationen und der Verabschiedung von Gesandtschaften nach China. Die Stadt hieß damals Hakata (博多) und war von Händlern und Fischern bewohnt. Im 11. Jahrhunderts ließen sich auch chinesische Händler nieder. 1195 wurde in Hakata der erste Zen-Tempel Japans errichtet.

(Foto: Wikimedia)

Das berühmte Fest der Stadt Fukuoka, Hakata Dontaku, erinnert an die Verbindung zwischen dem Stadtteil Hakata (博多) und dem Handel, denn es war ursprünglich ein Fest der Kaufleute.

Dontaku (どんたく) soll vom niederländischen Wort „Zondag“ abgeleitet sein, das Sonntag bedeutet. Höhepunkt des Mai-Festes ist eine lange Prozession tanzenden Frauen, die mit hölzernen Reislöffeln den Takt schlagen.

(Foto: Wikimedia)

北九州市
Kitakyūshū
 博多人形
Hakata ningyō
Die Großstadt Kitakyūshū (= Nord-Kyūshū) ist aufgrund seiner strategischen Lage am Südufer der Kammon-Straße ein wichtiges Verkehrsdrehkreuz zwischen den Inseln Honshū und Kyūshū.
(Foto: NASA)
Die Hakata-Puppen sind für ihre schönen Farben berühmt. Sie wurden ursprünglich aus demselben Ton hergestellt, der auch für Dachziegel verwendet wurde. Ende des 18. Jahrhunderts fanden die Puppen starke Beachtung auf der Weltausstellung in Paris.
(Foto: Wikimedia)