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Yangban

양반, 兩班 yangban (zwei Klassen)
 
 
„Je höher die gesellschaftliche Stellung eines Mannes, umso länger war zumeist seine Tabakspfeife. Die einfachen bestanden aus einem Bambusrohr, die kostbaren aus Metall. Die Pfeife eines Bezirksgouverneurs beispielsweise konnte gut einen Meter lang sein. Dieser hohe Würdenträger hatte dann einen ‚Rauchsklaven‘, der ihm die Pfeife nachtrug. ... Der Yangban-Dame, die tagsüber nur in einer Sänfte „ausgehen“ durfte, folgte häufig eine Dienerin mit Tabakspfeife und Aschenbecher.“
(Horst Eliseit: Korea – das zerrissene Lächeln. 1978. ISBN ISBN: 978-3793411383)
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Typisch für das alte Korea waren weißgekleidete alte Männer mit langen Tabakspfeifen. Tabak wurde im frühen 17. Jahrhundert als Medizin eingeführt und war ursprünglich sehr teuer. Als sich der Tabakanbau ausbreitete fielen die Preise. Nun fingen aber die Yangban an, überdimensional lange Pfeifen zu rauchen. Dabei war es ausschlaggebend, dass diese Pfeifen so lang waren, dass sie nicht ohne Hilfe angezündet werden konnten und von einem Diener getragen werden mussten. Damit wurden sie zu einem gefährlichen Statussymbol. Gefährlich deshalb, weil es immer wieder zu gefährlichen Unfällen kam, bei denen Unbeteiligte oder betrunkene Raucher von den Pfeifen durchbohrt wurden. Dies führte dazu, dass diese Pfeifen am Ende des 19. Jahrhunderts verboten wurden. Doch 1903 war die Zeit der Pfeifen vorbei, denn jetzt kam die Stinkarette auf.

 

Gesellschaft der Feudalzeit
Daimyo 大名 - Gentry 紳士 - Samurai 侍, 士 - Yangban 양반
Hwarang 화랑 - Ninja 忍者 - Ronin 浪人
Eunuch 宦官 - Geisha 芸者 – Kisaeng 기생

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