Yak

牦牛 máo​niú
གཡག་ g.yag
འབྲི ’bri
Bos mutus
yak-bri

„Minutenlang starren sich die zwei Nebenbuhler an, und dann, wie auf ein unsichtbares Zeichen, senken sie ihre Köpfe und stürmen aufeinander los. Die Erde erzittert im wahrsten Sinne des Wortes unter ihren Hufen, und dann krachen die beiden zottigen Ungetüme aufeinander. Die beiden Köpfe treffen sich wie ein Donnerschlag, und die Hörner stoßen so zusammen, daß es wie ein Felssturz im Gebirge klingt.

Man müßte nun glauben, daß bei einer derart gewaltigen Kolission beide auf der Stelle betäubt umfallen würden. Aber nichts dergleichen geschieht; sie scheinen kaum beeinträchtigt zu sein, sondern laufen vielmehr rasch auseinander, um den nächsten Angriff sofort wieder zu beginnen. So knallen die Köpfe noch einige Male mit Riesengewalt zusammen, bis schließlich doch einer der beiden Widersacher etwas angeschlagen und müde wird und sich zurückzieht. Der stolze Sieger erhebt sein Haupt, so als ob er dem Himmel für den Sieg danken würde."
(Willi Senft: Tibets Götter leben. Unvergängliches und Unbekanntes vom Dach der Welt nach der Kulturrevolution. 1983. ISBN 3-7020-0442-4)

 
(Foto: Wikimedia)

Yak nennen wir - nicht ganz korrekt - den tibetischen Grunzochsen. Denn Yak ist eigentlich nur das männliche Tier, die Kuh heißt bri.


(Foto: Wikimedia)

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Ostasienlexikon
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