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Wu-wei

無爲 wúwéi (nicht + tun)
 
 
„Wenn jede Forderung des Herrschers im Gesetz niedergelegt worden ist und die Strafen für die Übertretung so schwer sind, daß niemand wagt, sich ihnen auszusetzen, dann darf der realistische Herrscher sich in die Kissen zurücksinken lassen und sich dem Vergnügen hingeben; ‚alles wird dann (wie im Taoismus) von allein geschehen’.“
(Arthur Waley: Lebensweisheit im Alten China. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1974)

Handeln im Nicht-Handeln wurde von den Philosophen so ausgelegt, dass der Beamte tüchtig zu sein habe, der Fürst aber nicht.
 
Der Begriff Wúwéi stammt aus dem Taoismus. Er wird definiert als Nichthandeln im Sinne von „Enthaltung eines gegen die Natur gerichteten Handelns“. Wúwéi bedeutet nicht, dass man gar nicht handelt, sondern dass die Handlungen spontan in Einklang mit dem Dao entstehen und so das Notwendige getan wird, jedoch nicht in Übereifer und blindem Aktionismus, die als hinderlich betrachtet werden, sondern leicht und mühelos. Es ist ein Zustand der inneren Stille, der zur richtigen Zeit die richtige Handlung ohne Anstrengung des Willens hervortreten lässt.
 

Wuwei war so wichtig, dass es sogar über dem Kaiserthron stand.


Himmelssöhne 天子
Chien-lung 乾隆 - Erster Kaiser 秦始皇帝 - Hui-tsung 徽宗 – Kang-hsi 康煕 – Mandat des Himmels 天命 - Ming-huang 明皇 - Pu Yi 溥儀 - Wang Mang 王莽 - Wu Tse-tien 武則天 - Wu-wei 無爲 - Yung-lo 永樂

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