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Wakayama

和歌山 Wakayama

和歌山県 Wakayama-ken (Wakayama + Präfektur)
4.726 km²
1,0 Millionen Einwohner
212 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Wakayama-shi (和歌山市)

Bekannt ist die Präfektur vor allem für ihre schöne Natur, vor allem in Verbindung mit den zahlreichen heiligen Bergen und Shintōstätten und heiße Quellen. Ein großer Teil ihrer etwa 600 km langen Küstenlinie grenzt an die Seto-Inlandsee (瀬戸内海 Seto-naikai).

ワ / 和
wa
和歌山市
Wakayama-shi
Emblem der Präfektur ist das stilisierte Katakana-Zeichen für die Silbe wa (ワ). Es steht für Harmonie (和 wa). Aufgrund der abgelegenen Lage ist die Bevölkerungszahl gering, mehr als ein Drittel aller Einwohner der Präfektur wohnen allein in der Hauptstadt Wakayama. 
紀伊半島
Kii-hantō
那智滝
Nachi no Taki
Die Kii-Halbinsel ist eine der größten Halbinseln auf der japanischen Hauptinsel Honshū (本州). Die Tradition der Kii-Berge (紀伊山 Kii-san) als ‚Heilige Berge’ lässt sich 1.200 Jahre zurückverfolgen. Die Nachi-Fälle sind mit 133 Metern zwar nicht die größten, aber die bekanntsten Wasserfälle Japans. Als zentrale Gottheiten werden hier zwölf Gottheiten verehrt. Als 13. Gottheit gilt manchmal der Wasserfall.
道成寺
Dōjō-ji
太地
Taiji
Der Tempel Dōjō-ji ist der Schauplatz einer Liebesgeschichte, die zu einem beliebten Theaterstück wurde: Hier übernachtete der junge buddhistische Mönch Anchin (安珍) bei einem Mann, dessen Tochter Kiyohime (清姫) sich unsterblich in ihm verliebte. Anchin versprach, dass er sie auf dem Rückweg wieder besuchen würde. Tatsächlich aber nahm er einen anderen Weg, woraufhin sich die junge Frau aus enttäuschter Liebe in einen Drachen verwandelte, und so bat der Mönch die Priester, ihn unter ihrer Bronzeglocke zu verstecken. Der Drache aber wand sich um die Glocke, bis diese vor Hitze glühte. Als der Drache verschwand und die Priester die Glocke hoben, waren von dem Mönch nur verkohlte Knochen geblieben - als  Symbol für weibliche Entschlossenheit.

Nahe der Spitze der Halbinsel Kii  liegt die Kleinstadt Taiji, einst Zentrum der japanischen Walfang-Industrie. Heute fallen hier zwischen Oktober und April rund 20.000 Delfine sowie andere Kleinwale einer blutigen Treibjagd zum Opfer:

„Die Japaner haben wieder mit dem alljährlichen Abschlachten von Delfinen begonnen. Trotz weltweiter Proteste werden bei der durch den Oscar-gekrönten Film ‚Die Bucht’ bekannt gewordenen blutigen Delfinjagd vor dem japanischen Fischerort Taiji nach Befürchtung von Sandra Altherr, Expertin der Tierschutzorganisation Pro Wildlife, auch in diesem Jahr Hunderte Tiere getötet. Zuerst wählen Tiertrainer dort die besten Exemplare für Delfinarien im In- und Ausland aus, dann werden die übrigen mit Speeren, Haken und Messern getötet.“
(www.welt.de

高野山
Kōya-san

空海
Kūkai

Die Kōya-Berge wurden 819 von dem Mönch Kūkai besiedelt und sind bekannt als Hauptquartier der buddhistischen Shingon-Schule (真言宗 Shingon-shū, Schule des wahren Wortes). Das Kloster wuchs zu einer Stadt an, mit einer Universität für religiöse Studien und über 100 Tempeln.
(Foto: Wikimedia)
Der buddhistische Mönch Kūkai (= Meer der Leere ) ist auch unter dem postumen Ehrentitel Kōbō Daishi (弘法大師) bekannt. Er  entsagte einerseits der Welt und wanderte meditierend in den Wäldern herum, andrerseits war er am Hof einer der wichtigsten kulturellen Führer, Teilnehmer an Gedichtwettbewerben und Kalligraf.
(Bild: Wikimedia)