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Tibetisch

བོད་སྐད bod skad
藏语 Zàngyǔ (Tibet + Sprache)
 


ༀམཎིཔདྨེཧཱུྃ

ༀ Om མཎི mani པདྨེ peme ཧཱུྃ hung ( ॐ मणिपद्मे हूँ oṃ maṇi-padme hūṃ) in tibetischer Schrift
(Foto: Wikimedia-Nutzer secretlondon123)

Das Tibetische gehört zu den tibeto-birmanischen Sprachen und wird von etwa 6 Millionen Menschen gesprochen, wovon die meisten in Tibet leben.

Wie im Chinesischen werden abstrakte Substantive gerne durch Zusammenstellung von gegensätzlichen Adjektiven gebildet. Beispiel: tsha-trang wörtlich „heiß-kalt“, d. h. „Temperatur“.

Das tibetische Alphabet soll im 7. Jahrhundert vom legendären Minister Thonmi Sambhota (ཐོན་མི་སམ་བྷོ་ཊ།) geschaffen worden sein. Er soll auch die Buchstaben ཅ, ཆ, ཇ, ཞ und འ erfunden haben, um Laute schreiben zu können, die es im Indischen nicht gibt.
 
In dieser Schrift sind die heiligen Texte der tibetischen Buddhisten abgefasst. Wie bei allen indischen Schriften hat jede Silbe einen so genannten inhärenten Vokal „a“ (ka, kha, ga ...), der durch Zusatzzeichen in andere Vokale abgeändert wird (ki, khi, ghi …).
 
tibetische Schrift
Devanagari
Aussprache ka kha ga nga

 

 

Tibetische Schrift im Vergleich zu anderen Schriften in China
(Foto: Wikimedia-Nutzer Vberger)

Tor der Schönheit und Aufrichtigkeit (麗正門 Lìzhèngmén)
in der Sommerresidenz Chéngdé (承德; Jehol)
Schreibrichtung: mongolisch (senkrecht),
uighurisch (rechts nach links),
hinesisch (senkrecht),
tibetisch (links nach rechts)
und mandschurisch (senkrecht)


Sprachen und Schriften
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