Logo-Hochschule-fr-Wirtschaft-und-Gesellschaft-Ludwigshafen

Rashomon

羅生門 Rashōmon
1951
Regisseur: Kurosawa Akira (黒澤明)


„Er habe gar nicht gewußt, im September 1951, daß sein Film „Rashomon“ beim Festival in Venedig lief, sagt Akira Kurosawa. Europa, der Westen, das war für den Japaner jenseits des Horizonts. So hat ihn der Weltruhm, der mit dem Goldenen Löwen von Venedig für „Rashomon“ und dem Oscar ein paar Monate später begann, gewissermaßen im Schlaf überrumpelt.“
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13519908.html; Herr der Stürme und Schlachten, Urs Jenny über Akira Kurosawa, 31. März 1986)
 
 
Rajōmon (羅城門, Festungstor) war das Tor das sich am südlichen Ende der Hauptstraße der alten Hauptstädte Japans befand. Das Tor steht für einen Ort, an dem sich zwielichtige Gestalten herumtreiben oder wo Leichen und ungewollte Babys abgelegt werden.

Drei Menschen suchen vor einem Wolkenbruch in einer Tempelruine Schutz. Ihr Gespräch kreist um ein grausiges Verbrechen: Ein berüchtigter Bandit überfiel ein Ehepaar, vergewaltigte die Frau vor den Augen des gefesselten Mannes und tötete ihn dann. Der Film schildert das Verbrechen aus der unterschiedlichen Perspektive von Beteiligten und Tatzeugen. Am Ende kommt sogar der Tote durch ein Medium zu Wort.
 
Rashomon war der Durchbruch für die japanische Filmkunst überhaupt. Der Titel des Films hat seinen festen Platz in der Kriminologie. Bei sich widersprechenden Zeugenaussagen spricht man vom Rashomon-Effekt.

Rashomon poster

Filmplakat

logo

Ostasienlexikon
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N
- O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z