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Ran

乱 Ran (Chaos)
1985
Regisseur: Kurosawa Akira (黒澤明)
 
„Das Werk soll ganz für sich selbst sprechen, und ‚Ran’ - das altertümliche japanische Wort bedeutet Aufruhr, Umsturz, Tumult, aber auch Wahnsinn, Chaos, Verrücktheit - tut das in überwältigender Weise. …

Kurosawas japanischer König Lear ist ein störrischer, jähzorniger alter Kriegsfürst, doch auch ein Träumer: Nach 50 blutigen Jahren, in denen er sein Reich zusammengerafft hat, will er die Macht an seine drei Söhne abtreten und den Frieden genießen; er will nicht sehen, daß die Söhne Kinder des Krieges sind, Kinder seiner Gewalt, und sofort gegeneinander und gegen ihn selbst einen Feuersturm entfachen, den keiner von ihnen überlebt. ... Übrig bleiben der Narr, ein bunter, frecher, sehr shakespearischer Narr, der den Himmel verflucht, und ein Blinder, der sich tastend auf einen Abgrund zu bewegt."

(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13519908.html; Der Spiegel 14 / 1986)
 
Ran ist ein Historienfilm aus dem Jahr 1985 des japanischen Regisseurs Kurosawa Akira (黒澤明), der über seinen Film sagte: „Was mich immer an König Lear störte war, dass Shakespeare seinen Charakteren keine Vergangenheit gegeben hat. In Ran versuchte ich Lear eine Vergangenheit zu geben.“

Ran war der teuerste japanische Film. Während der Dreharbeiten kamen etwa 1.400 Statisten zum Einsatz, für die Kostüme und Rüstungen gefertigt werden mussten. Es kamen darüber hinaus 200 Pferde zum Einsatz die teilweise aus den USA importiert wurden.

 


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