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Ömnö-Gobi

 

Өмнөговь Ömnö-Gobi (Süd-Gobi)
Өмнөговь Аймаг Ömnö-Gobi Aimag (Süd-Gobi-Aimag)
165.380 km²
47 Tausend Einwohner
0,3 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Dalanzadgad (Даланзадгад)

omnogobi

„In den Ömnögov-Aimag (Өмнөговь Аймаг), eher als Südgobi bekannt, führen seit Jahren die klassischen Reiserouten für ausländische Touristen. Kamele, Sanddünen, Wüstensteppe und Gobi-Altaii bilden in ihrem teils spektakulärem Zusammentreffen beeindruckende Bilder, für die sich eine so weite und anstrengende Reise lohnt. Hinzu kommen eine außergewöhnliche Flora und Fauna…

Wer sich für längst ausgestorbene Tiere interessiert, ist in der Südgobi ebenso am richtigen Platz, sie ist ein Paradies für Paläontologen. Seit knapp 100 Jahren bringen wissenschaftliche Expeditionen einen sensationellen Fund nach dem anderen zu Tage. Alles begann mit den fossilen Gelegen von Dinosauriern, die die Expedition von Roy Chapman-Andrews 1923 bei Bajan Zag entdeckte. Heute ist unter anderem die Fundstätte von Nemegt hinzugekommen.
 
Die Sedimentschicht ist 400 Meter dick und enthält eine Vielzahl verschiedener Fossilien wie Muscheln, Schnecken, Amphibien, Krokodile, Schildkröten und Dinosaurier - Zeugnisse dafür, daß in der Kreidezeit vor 140 bis 70 Millionen Jahren ein großer Binnensee das Territorium bedeckte und ein feuchtwarmes Klima herrschte. ... Liebhaber seien darauf hingewiesen, daß die Ausfuhr von Fossilien verboten ist.“
(Marion Wisotzki, Erna Kappeli, Ernst von Waldenfels: Mongolei. Berlin: Trescher, 2008. ISBN 978-3-89794-117-5)
 
 
Баянзаг
bayandsag
Velociraptor mongoliensis
Bajandsag (reich an Saxaul) ist eine Felsformation, in deren Umgebung bedeutende Fossilfunde gemacht wurden.
Ihren englischen Namen Flaming Cliffs (= brennende Klippen) erhielten die Felsen vom amerikanischen „Dinosaurierjäger“ Roy Chapman Andrews, der sie während einer Expedition des American Museum of Natural History in den 1920er Jahren erkundete. Die mongolische Bezeichnung bezieht sich auf die hier reichlich vorhandene Saxaulpflanze.
(Foto: Wikimedia)
Schädel des 1924 von Henry Fairfield Osborn beschriebenen Typusexemplars von Velociraptor. Natürliche Länge etwa 17 cm.
Auch Fossilien des durch die Filme der Jurassic Park-Reihe populär gewordenen, etwa truthuhngroßen Raubdinosauriers (Theropoden) Velociraptor wurden bei Bajandsag entdeckt.
(Bild: Wikimedia)
   
Говь гурван сайхан байгалийн цогцолбор газар  Chongoryn Els
 Der Gobi-Gurvansaichan-Nationalpark (= die drei Schönheiten der Gobi: die drei Gebirgsketten Zuun Saichan, Dund Saichan und Baruun Saichan) ist mit einer Gesamtfläche von 27.000 km² mehr als doppelt so groß wie zum Beispiel der Yellowstone-Nationalpark.
(Foto: Wikimedia)

 Singende Dünen
(Foto: Wikimedia)

„Das Besondere der Chongoryn Els ist ihre Fähigkeit zu singen – ein einzigartiges Naturschauspiel! Legt man sich einfach flach an den Hang oder steht ganz oben auf der Düne kann man bei bestimmten Windverhältnissen ein melodisches Summen wahrnehmen. Der Legende nach singt die Chongoryn Els von den Heldentaten der Vorfahren der Mongolen. Sehr wahrscheinlich werden die brummenden Geräusche durch das Aufeinandertreffen von Wind und den sehr runden Sandkörnern der Düne erzeugt.“
(Singende Dünen mitten in der Mongolei)

 

Aimags (Аймаг)der Mongolei
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