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Nudeln

面条 oder 麵條 miàntiáo (Mehl + Streifen)
麺, めん oder メン men (Nudel)
ヌードル nūdoru (noodles)

 

„1900, als der Guāngxù-Kaiser ([光緒] Regierung. 1875-1908) nach Xī’ān [西安] flüchtete, wurde ihm einmal in einer ländlichen Wirtschaft ein ganz gewöhnliche Nudelsuppe vorgesetzt, die ihm gut schmeckte, vielleicht weil er Hunger hatte.
 
Nach Peking [北京 Běijīng] zurückgekehrt, hatte er eines Tages wieder Appetit auf Nudelsuppe und bestellte sie für den nächsten Tag bei seinen Eunuchen. Daraufhin überreichte ihm der Obereunuch einen Kostenvoranschlag, worauf stand, daß zur Bereitung der Suppe eine besondere Küche gebaut werden müsse; die Baukosten würden an die 3.000 Tael [兩 liǎng] - die damalige Gewichtseinheit für Silber und Gold und eine Riesensumme für die Zeit - betragen, die Bauzeit zwei bis drei Monate beanspruchen. Der Kaiser verzichtete auf dieses harmlose Vergnügen.“
 
 
Der Süden lebt vom Reis, der Norden von Nudeln – so kann man China kulinarisch aufteilen. Die traditionelle Aufteilung Chinas in einem nördlichen und südlichen Teil verläuft genau wie die Reis-Nudel-Grenze entlang des Jangtse-Flusses (長江 Chángjiāng). Nördlich davon herrscht Weizenanbau vor, südlich davon Reisanbau.
 

nudel-grenze