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Meerfrauen

해녀, 海女 haenyeo (Meer + Frau)

„Die Taucherinnen, wie sie von den japanischen Reiseveranstaltern abgebildet werden, sind schlanke junge Frauen in weißen baumwollenen Badeanzügen, die mit Mut und Grazie schwimmen und nur knapp dem Tod im Schlund einer Riesenmuschel entrinnen. Wie groß muss die Enttäuschung der japanischen Touristen sein, die hier landen und beobachten, wie sich die Gestade mit Frauen füllen, die wie russische Bauarbeiterinnen oder olympische Speerwerferinnen bei einer Spritztour ans Schwarze Meer aussehen.“
(Simon Winchester: Korea. Zu Fuß durch das Land der Wunder. 2006. ISBN 978-5-442-73472-6)

Meerfrauen werden die auf der südkoreanischen Insel Jejudo (제주도, 濟州島) lebenden Taucherinnen genannt, die als lebende Wahrzeichen der Insel bezeichnet werden. Die Ausbildung beginnt mit etwa sechs Jahren. Mit etwa 17 Jahren beginnen sie voll zu arbeiten und tauchen bis zum 70. Lebensjahr an nach dem Mondkalender festgelegten Tagen.