Kanagawa

神奈川 Kanagawa
神奈川県 Kanagawa-ken (Kanagawa + Präfektur)
2.415 km²
9,1 Millionen Einwohner
3.746 Einwohner pro km²
Hauptstadt; Yokohama (横浜)

kanagawa

„Die meisten Tōkyō-Besucher haben nach wenigen Tagen einen dringenden Wunsch: nichts wie weg! Und zwar dorthin, wo Japan wirklich ‚japanisch’ ist, so wie man es sich erträumt hat, mit Tempeln, Gärten und Palästen, wo Romantik in der Luft liegt und kein Schwefeldioxyd. Am besten wäre natürlich Kyōto [京都] oder Nara [奈良], die vielgerühmte Wiege der japanischen Kultur, aber Kyōto und Nara sind weit. Da bietet sich als lohnender Ersatz Kamakura [鎌倉] an, vor 700 Jahren für kurze Zeit Japans Hauptstadt, in nur einer Stunde Bahnfahrt zu erreichen.“ ()

„In Tokyo kann man sein ganzes Leben verbringen, ohne sich bewußt zu werden, dass es an der Küste liegt, in Yokohama aber ist das Meer immer gegenwärtig.“
(Alan Booth: Japan. Reiseführer Horizonte. 1991. ISBN 978-3760754000)


ka
横浜
Yokohama
Die Hafenstadt Yokohama (横浜) war lange Japans Tor zur Außenwelt. Deshalb hat diese Flagge die Nationalfarben. Dargestellt ist das Siegelschrift-Zeichen ka (神) aus dem Präfekturnamen. Die Präfekturhauptstadt Yokohama  ist die zweitgrößte Stadt Japans. Die Lage (30 Kilometer südlich von Tokyo) ließ es dem Shōgun (将軍) als idealen Ort für eine Ausländersiedlung erscheinen. Auf einer Insel entstand eine erste abgeschottete Siedlung für Ausländer. Zu Beginn wurden einzelne ausländische Konsulate in Tempeln untergebracht. In der Folgezeit entstanden hier Gebäude für die Niederlassungen ausländischer Firmen, die noch heute im Hafengebiet das Stadtbild prägen.
(Foto: Wikimedia)
Blick auf den Fuji
鎌倉
Kamakura
下田
Shimoda
Die ehemalige Hauptstadt Kamakura wird gern als Mini-Kyōto beschrieben. 65 buddhistische Tempel und Schreine drängen sich in der relativ kleinen Stadt. Bekannt ist die 13 Meter hohe bronzene Buddha-Statue, die seit einem Tsunami (津波) im 15. Jahrhundert im Freien steht.
(Foto: Wikimedia)
Vor Shimoda an der Südspitze ging US-Commodore Matthew Calbraith Perry vor Anker, in Shimoda wohnte ein Jahr lang der erste amerikanische Generalkonsul Townsend Harris (ハリス).