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Judo

柔道 jūdō (sanft + Weg)

judobriefmarke

„Am Samstagabend, 31. Juli 1976, kam die Neuigkeit aus dem Äther: ‚Allen NDR-Hörern (Norddeutscher Rundfunk) die ihre Geräte auf das dritte Programm eingestellt hatten wurde eine kundige Belehrung in Sachen Judo zuteil: Judo ist nicht mehr, als ein Herumzerren an Schlafanzügen.’ Dieser Schlafanzug heißt ‚Judogi‘ [柔道衣] und ist sehr praktisch. Man kann daran reißen, ohne dass dabei etwas kaputt geht. Er ist nämlich aus sehr festem, dickem Stoff. Es gibt keine Knöpfe oder Reißverschlüsse, an denen man sich beim Kämpfen verletzen kann. Da man die Jacke nicht zuknöpfen kann, gibt es einen Gürtel, mit dem man sie zubindet.“
(http://www.judo-lohne.de/kuriositaeten.html)

1906 kamen japanische Kriegsschiffe zu einem Freundschaftsbesuch nach Kiel. Die Gäste führten dem deutschen Kaiser ihre Nahkampfkünste vor. Wilhelm II. war begeistert, und er ließ seine Kadetten in der neuen Kunst unterrichten. Der damals bedeutendste deutsche Schüler war der Berliner Erich Rahn. Noch im gleichen Jahr gründete er die erste Schule für asiatische Kampfkünste in Deutschland. Damals nannte man diese Techniken noch Jiu-Jitsu (柔術, sanfte Kunst).


Es dauerte jedoch noch recht lange, bis die Sportler, in den eigentümlichen weißen Kitteln, endgültig anerkannt wurden. Durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Entwicklung dann unterbrochen. Bis 1948 war der Jūdōsport durch die Alliierten verboten. Bei den Olympischen Spielen in Tokyo, 1964, war erstmals Jūdō als olympischer Sport zu sehen.

 

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