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Hundefleisch

狗肉 gǒuròu (Hund + Fleisch)

개고기 gaegogi (Hund + Fleisch)

„Ist das jetzt Hundefleisch?“ Spätestens nach der Ankunft in China rückt diese Frage in den Mittelpunkt aller Tischgespräche. Mit dem heimlichen Gruselgefühl etwas Verbotenes zu kosten, fiebern die Novizen der chinesischen Küche der Enthüllung entgegen: Im zweiten Gang war es versteckt! Meist jedoch winken Übersetzer und Serviererin gelangweilt ab. … Wer absolut sicher gehen will, dass er keine zweifelhaften Zutaten serviert bekommt, kann sich am Preis orientieren. Schildkrötenfleisch, Bärentatzen und all die anderen schaurigen Gerichte sind ausnehmend teuer. Aus diesem Grund wird man sie einem Touristen auch nicht ‘zum Spaß’ vorsetzen.“
(Francoise Hauser, Volker Häring: China-Handbuch. 2005. ISBN 3-897940701)

Größere Diskussionen gab es im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in Seoul und der Fußball-Weltmeisterschaft 2002. Die südkoreanische Regierung hatte auf Wunsch des IOC 1988 ein Gesetz erlassen, das Lebensmittel, die „als unansehnlich gelten“ können, verbot. Die Tierschützerin Brigitte Bardot musste sich nach ihren Äußerungen zu der „barbarischen Unsitte“ mit Rassismusvorwürfen auseinandersetzen. 2002 unterstützte FIFA-Präsident Sepp Blatter die Forderungen nach einem Ende des Schlachtens von Hunden, was Nationalisten von einer „Arroganz des Westens“ sprechen ließ.
 

vermeintliche und echte Delikatessen
Haifischflossen 魚翅 - Hundefleisch 狗肉 - Kugelfisch 河豚 - Pekingente 北京烤鸭 - Schwalbennester 燕窩 - Tausendjährige Eier 皮蛋

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