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Hiroshige (Utagawa Hiroshige)

歌川広重 Utagawa Hiroshige (Künstlername)

安藤徳太郎 Andō Tokutarō (Geburtsname)
1797 - 1858

(Bild: Wikimedia)

„Einem französischen Kunstsammler fiel das dekorative Papier auf, in das die Keramikerzeugnisse gewickelt waren, die er aus Japan importiert hatte. Rasch holte er einen befreundeten Maler hinzu, welcher im Verbund mit Kollegen wie Monet oder Czanne den künstlerischen Wert des sensationellen Fundes bestätigte. Schon bald zeigte sich Hiroshiges Einfluss unter anderem in den Bildern von Monet, Van Gogh und Kokoschka oder in der Musik Debussys. Und das alles wegen Einwickelpapier.“
(Martin B. Stanzeleit: Neugierig auf Japan. Entdeckungen und Erlebnisse eines Gaijin im Land der aufgehenden Sonne)

Der berühmte japanische Holzschnittkünstler Hiroshige erhielt 1830 den Auftrag, in Begleitung einer Gesandtschaft des Shōguns (将軍) an den Kaiserhof nach Kyōto (京都) zu reisen und die Zeremonien bei Hofe im Bild festzuhalten. Während dieser Reise empfing er die Eindrücke, die er dann auf den Bildern der Poststraße Tōkaidō (東海道, Ostmeerweg) mit ihren 53 Stationen gestaltet hat, seinem bekanntesten Werk, Die 53 Stationen des Tōkaidō (東海道五十三次, Tōkaidō gojūsan tsugi).
 

dreiundfuenfzig

Die Serie war die erste Landschaftsserie, die um ein so triviales Thema wie eine Straße behandelte und  Menschen aus dem Volk zeigte.

 

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日本橋
Aufbruch in Edo: Nihonbashi
川崎
2. Station: Kawasaki
Die Serie der 53 Poststationen beginnt mit der Vorhut einer Daimyo-Prozession an der Japan-Brücke (Nihonbashi) im Zentrum der Hauptstadt Edo (江戸). Sie war Ausgangspunkt der fünf Hauptstraßen (五街道 Gokaidō) Japans und Nullpunkt, von dem aus alle Entfernungen gemessen wurden.
Eine Fähre überquert bei Kawasaki den Fluss Rokugo-gawa (六郷川). Am Ufer warten Passagiere. Ein Mann ist auf einem Floß unterwegs. In der Ferne ist der Fuji erkennbar.
Mit der Überquerung des Flusses haben die Reisenden die Hauptstadt hinter sich gelassen und befinden sich in einer anderen Welt.
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坂ノ下
48. Station: Sakanoshita
京市
Ankunft in Kyōto: Keishi
Pausierende Reisende genießen die freie Sicht auf den „Pinsel-Wegwerf-Berg" . Man sagt, dass der Maler Kanō Masanabu hierher gereist war, um die Bergkette von Sakanoshita zu malen. Als es ihm wegen der sich schnell änderten Wetterlage nicht gelang, warf er frustiert seine Pinsel weg.  Die Serie endet mit der Ansicht der Sanjō-Brücke in Kyōto. Im Hintergrund leuchtet der 848 Meter hohe Hiei-zan (比叡山), im Abendrot, davor erstreckt sich die Bergkette von Higashiyama (東山). Vereinzelte Reisende, Lastenträger, eine Daimyō-Eskorte und ein paar Damen im Kimono überqueren gerade die Holzbrücke.
 
 
japonismus
Versuche Vincent van Goghs, japanische Kunst zu imitieren: Abendschauer über der großen Brücke in Atake  大はしあたけの夕立 und Pflaumengarten in Kameido 亀戸梅屋舗. Die Schriftzeichen hat van Gogh selbst dazupinselt. Entsprechend krakelig sind sie ausgefallen.
(Bilder: Wikimedia)
 

Maler
Bada Shanren 八大山人 - Giuseppe Castiglione  郎世寧 - Hiroshige 広重 - Hokusai 北斎 - Mi Fei 米芾 - Ni Zan 倪瓒 - Qi Baishi 齊白石 - Xu Beihong 徐悲鸿

 

 


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