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Hikikomori

引きこもり hikikomori

„Seit acht Jahren hat sich H. in sein Zimmer eingeschlossen und verweigert sich konsequent der Gesellschaft, die außerhalb dieser wenigen Quadratmeter liegt. Mit der Außenwelt tritt er nur noch über Chatrooms im Internet in Kontakt. Mutter und Schwester stehen hilflos daneben. Hin- und her gerissen zwischen Apathie, Überdruss und Schuldgefühlen gelingt es ihnen nicht, in H.s Einsamkeit vorzudringen. Als sich die Schwester im Chat unter einem Pseudonym in sein Leben schleicht, scheint seine fest gefügte Abwehrhaltung etwas zu bröckeln – doch führt diese vorsichtige Kontaktaufnahme in die Katastrophe ...“
(http://www.dt-goettingen.de/flycms/de; Hikikomori von Holger Schober)

Dieses Phänomen der Gesellschaftsverweigerung betrifft in Japan bereits über eine Million Jugendliche. Man kann diese Flucht Jugendlicher auch als sozialen Hungerstreik bezeichnen. Hikikomori schließen sich in ihrem Zimmer ein und brechen den Kontakt zur Gesellschaft ab.

Der durchschnittliche Hikikomori beginnt als Schulschwänzer (不登校 futōkō), wenn er sich von den hohen Erwartungen der Gesellschaft überfordert fühlt.

 

Hikikomori 引きこもり - Ijime 虐め – Karoshi 過労死 - Otaku お宅

 


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