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Fujiwara

藤原氏 Fujiwara-shi (Glyzinie + Feld, Wiese + Sippe)

fujiwara-mon

Die Fujiwara-Prinzen waren bis ins 20. Jahrhundert enge Berater, Regenten und Minister des Kaisers. Seit der Heian-Zeit (平安時代 Heian-Jidai, 794 – 1192) teilte sich die Familie in eine Vielzahl von Linien. Etwa 30 Prozent der heutigen Japaner können sich als Nachfahren der Fujiwara bezeichnen.

Glyzinie / Blauregen (Wisteria floribunda)
(Foto: Wikimedia)

Der Begründer der Fujiwara-Sippe, Fujiwara no Kamatari (614–669), war Mitglied der Familie, die am Hof die Aufsicht über die Shintō-Riten hatte und die die Einführung des Buddhismus bekämpfte hatte.

Prinz Naka no Ōe 中大兄皇子 gewann Kamataris Hilfe, um den mächtigen Soga-Clan (蘇我) zu beseitigen. Der Legende nach fand diese Besprechung in einer Glyzinienlaube (藤原 Fujiwara) statt. Deshalb findet sich heute noch in vielen japanischen Familiennamen des Schriftzeichen für Glyzinie (藤) in verschiedenen Aussprachevarianten:

fuji-wara

藤木 藤田 藤堂 藤森 佐藤
Fujiki Fujita Tōdō Fujimori Satō
Glyzinie + Baum Glyzinie +Feld Glyzinie + Glyzinie + Wald helfen + Glyzinie

Fujiwara no Kamatari und Prinz Naka no Ōe lancierten sie die Taika-Reform (大化改新) von 645. Ōe bestieg später als Kaiser Tenji (天智天皇) den Thron und gewährte Kamatari den neuen Familiennamen Fujiwara.

Die vier Fujiwara-Familien
(藤原四家 Fujiwara yonke)

式家 南家 北家 京家
Shikke Nanke Hokke Kyōke
Ritenhaus Südhaus Nordhaus Hauptstadthaus
 

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