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Friedensvertrag von San Francisco

日本国との平和条約 Nihon-koku to heiwa jōyaku (Friedensvertrag mit dem Staat Japan)
 
 
Der Friedensvertrag von San Francisco trat 1952 in Kraft und gab Japan die volle Souveränität zurück und beendete dadurch offiziell die Besatzungszeit. Er wurde von 49 Ländern unterschrieben. Allerdings fehlten wichtige Länder, so beispielsweise die Volksrepublik China, die Sowjetunion und Indien. Der Premierminister der Volksrepublik, Zhōu Ēnlái (周恩来), veröffentlichte eine Erklärung, in der er den Friedensvertrag als illegal bezeichnete.
 
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Der japanische Premierminister mit Mitgliedern seiner Delegation bei der Unterzeichnung des Vertrags
(Fotos: lib.udel / Wikipedia)
 
Durch den Vertrag von San Francisco wurde der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum auch diplomatisch beendet. Ziel war auch, Japans Aufnahme in die UNO vorzubereiten, das bei der Gründung noch als Feindstaat betrachtet wurde.

Im Vertrag verzichtet Japan auf seine Rechte und auf seine Ansprüche auf Korea, Taiwan, die Pescadores-Inseln, die Kurilen, Sachalin, die Spratly-Inseln usw.

Im Friedensvertrag wurden Entschädigungszahlungen für die Opfer japanischer Kriegsverbrechen und Gräueltaten ausgeschlossen. Seitdem laufen die Opfer der japanischen Kriegsverbrechen und ihre Hinterbliebenen gegen eine amerikanisch-japanische Mauer des Schweigens. Entschädigungsklagen, die vor amerikanischen und japanischen Gerichten erhoben wurden, werden seit Jahrzehnten unter Hinweis auf den Friedensvertrag von San Francisco abgeschmettert.
 
japanische Nachkriegspolitik
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