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Ermahnung der Hofdamen

女史箴圖 Nǚshǐ zhēntú (Frauen + Geschichte + ermahnen + Bild)
25 cm x 347 cm

„Die erste Bildrolle trägt den Titel ‚Ermahnung der Lehrerin an die Hofdamen’, sie ist 25 cm hoch und 347 cm breit. Der Inhalt setzt sich aus mehreren Einzeldarstellungen zusammen, und es ist anzunehmen, daß er dazu diente, die Damen des Kaiserhofes zu schulen und sie in erzählender oder belehrender Form mit den Sitten vertraut zu machen. So zeigt eine Darstellung eine Dame bei der Toilette, mit dem Hinweis auf äußere Schönheit in Einklang mit innerer Lauterkeit, eine andere Szene beschreibt die Weigerung einer Hofdame, die Sänfte des Kaisers zu benützen, um dessen Gedanken nicht zu stören; selbst die Aufopferung des Lebens für den Herrscher findet ihre Darstellung, indem sich eine Dame zwischen den Kaiser und einen Bären wirft, der den Jägern entkam. Am Anfang des Rollbildes steht die Lehrerin, würdevoll und trotzdem in gelöster Haltung, vor ihr zwei Schülerinnen, umweht vorn Hauch des Auserwähltseins. Für die Gesichter und die Umrißlinien der Körper genügten dem Meister wenige Striche, trotzdem trägt jedes Antlitz seinen unverwechselbaren Ausdruck und die die Figuren umfließenden Gewänder zeigen Schwung und Eleganz. Hier klingt bereits das Schönheitsideal der nachfolgenden Tang-Zeit [唐朝 Tángcháo; 618 - 907] an.“
(Heinz E. R. Martin: Chinesische Malerei.1979. ISBN: 3-453-41324-5)

„Ermahnung der Hofdamen“ um 380 von Gù Kǎizhī (顧愷之) ist das älteste chinesische Gemälde mit einer Signatur.

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