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Chöwsgöl

Хөвсгөл Chöwsgöl (englisch: Khövsgöl oder Khuvsgul)
Хөвсгөл Аймаг Chöwsgöl Aimag
100.629  km²
121 Tausend Einwohner
1,1 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Hauptstadt: Mörön (Мөрөн)

chowsgol

„Der Chöwsgöl-Aimag (Хөвсгөл Аймаг) streckt sich wie eine Zunge in das südliche Sibirien hinein. Die Besucher sind oft überrascht, dass die Mongolei nicht nur aus Wüste und Steppe besteht. Die über 100.000 Quadratkilometer umfassen ausgedehnte Taigawälder, Hochgebirgszüge, kristallklare Seen, Flüsse und im Süden Steppengebiete. Chöwsgöl ist die nördlichste Provinz der Mongolei und grenzt an Sibirien und an die Tuwa. Es gilt als das stärksten bewaldete Gebiet der Mongolei mit weitreichenden Birken-, Lärchen- und Kieferbeständen. Einige Bäume erreichen eine stattliche Höhe von bis zu 40 Metern. …

Und inmitten dieses Reichtums liegt das 300 Seen und unzähligen Flüssen und Juwel, der Chöwsgöl nuur. Er ist der größte und tiefste Süßwassersee der Mongolei mit kristallklarem Wasser, sich im Winter zu einer spiegelglatten Fläche verwandelt."
(Marion Wisotzki, Erna Kappeli, Ernst von Waldenfels: Mongolei. Berlin: Trescher, 2008. ISBN 978-3-89794-117-5)
Der Chöwsgöl-Aimag ist eine Provinz der Mongolei. Er liegt im Norden an der russischen Grenze, und enthält den nördlichsten Punkt des Landes.
 
 
Хөвсгөл нуур
Chöwsgöl Nuur
Flagge und Wappen zeigen die Umrisse des Sees Chöwsgöl Nuur.
Der Chöwsgöl-Aimag leitet seinen Namen vom Chöwsgöl-See ab, der auch als kleiner Baikalsee, Meeresmutter (Далай ээж Dalai Eesch) oder Chöwsgöl-Meer (Хөвсгөл далай, Chöwsgöl Dalai) bezeichnet wird. Um den See liegen die größten Wälder der Mongolei, eine Fortsetzung der Sibirischen Taiga.
Im Winter friert der See komplett zu. Die Eisdecke trägt dann sogar LKWs, weswegen für einige Transportrouten Abkürzungen auf dem Eis genutzt werden.
(Foto: Wikimedia)

Der Chöwsgöl Nuur ist einer von 17 alten Seen der Erde, mit einem Alter von mehr als zwei Millionen Jahren. Er enthält ca. 3 Promille der Süßwasservorräte der Erde und ist damit auch das bedeutendste Süßwasserreservoir der Mongolei. In einem trockenen Land, in dem die meisten Seen Salzwasser enthalten, wird ein großer Süßwassersee natürlich als heilig angesehen.

Hirschsteine bei Mörön

Мөрөн

In der Mongolei und in China finden sich Hirschsteine, mit Hirschen, Schmuck, Gürteln und Werkzeugen verzierte Steine, die vermutlich etwa 1000. v. u. Z. von Nomaden der Bronzezeit errichtet wurden.
(Foto: Wikimedia)

Mörön ist mit 37.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt und das kälteste Aimagzentrum der Mongolei (bis zu -45°C). Die Stadt ähnelt stark einem sibirischen Dorf, für das die ausgedehnten Waldbestände das Baumaterial lieferten, sodass man hier fast ausschließlich Blockhütten sieht.
(Foto: Wikimedia)

Хайнзангийн Гэлэнхүү
Chainzangiin Gelenchüü

Өндөр Гонгор
Öndör Gongor

Vor dem Empfangsgebäude des Flughafens von Mörön steht eine Statue des Mönchs Gelenchüü (1870 – 1938), der in den 1930er Jahren in der Nähe der Stadt Dschargalant Flugversuche mit Flügeln aus Schafsleder unternahm.
(Foto: Wikimedia)

Im Museum von Dschargalant (Жаргалант) sind Fotos von Öndör Gongor (= der hohe Gongor) zu sehen, einem Mann, der etwa 1880 - 1930 lebte und entweder 2,36 Meter oder gar 2,63 Meter groß gewesen sein soll.
(Foto: Wikimedia)

 

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