Akita

秋田 Akita (Herbstfeld)

11.612 km²
1,1 Millionen Einwohner
94 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Akita 秋田

 

Akita ist eine Präfektur im Norden der japanischen Hauptinsel Honshū. Durch die Lage in Richtung Sibirien sind die Winter hier arktisch kalt. Im Norden der Stadt Akita ragt die Halbinsel Oga ins Japanische Meer. Eine Rundfahrt durch diese Halbinsel vermittelt einen Eindruck von der Unwirtlichkeit, die für die Westküste Japans so typisch ist. Akita ist heute die am stärksten schrumpfende Präfektur Japans. Praktisch niemand, der in jungen Jahren vom Land abwandert, kehrt mit dreißig oder vierzig Jahren dorthin zurück. Das hat einerseits mit den gesellschaftlichen Strukturen auf dem Land, der "Herrschaft der Alten" zu tun, andererseits aber auch mit den fehlenden Arbeitsplätzen. Experten geben nur einer einzigen Gemeinde längerfristige Überlebenschancen.
 

Aus dieser nordjapanischen Präfektur stammt der Akita-Hund (秋田犬, Akita ken), einer Hunderasse, die vor allem durch den treuen Hund Hachiko (ハチ公) bekannt wurde, der neun Jahre lang auf sein Herrchen wartete.Außerdem ist Akita bekannt für seinen Sake und seine hübschen Frauen.

Logo der Präfektur ist ein stilisiertes weißes Katakana-Zeichen für die Silbe a (ア) und ähnelt irgendwie dem Logo der Firma Nike.

Der Akita-Hund (秋田犬 Akita Ken) war einst nur Wohlhabenden vorbehalten. In der Meiji-Zeit war er am Aussterben, unter anderem auch durch die Einschleppung der Tollwut und die Einführung einer Hundesteuer. Nur in den Bergregionen fand man noch reinrassige Akita-Hunde.

Vor dem Tokyoter Shibuya-Bahnhof steht ein Bronzedenkmal des berühmtesten Akita-Hunds, Hachiko (ハチ公). Hachiko begleitete sein Herrchen zum Bahnhof und holte ihn von dort auch wieder ab. 1925 starb der Besitzer plötzlich. Doch der Hund lief noch zehn weitere Jahre täglich  zum Bahnhof, um auf ihn zu warten.

akita-bijin

Die hübschen Frauen von Akita (秋田美人 Akita bijin) sind berühmt für ihre weiße Haut, ihre runden Gesichter und ihre hohen Stimmen.
Eine dieser Schönheiten war die Dichterin Ono no Komachi (小野小町; 825 - 900). Auf einem bekannten Holzschnitt erinnert sie sich voller Bedauern als alte Frau, mit welcher Arroganz sie als junge Schönheit ihre Bewerber abgelehnt hatte. (Holzschnitt:Tsukioka Yoshitoshi 月岡 芳年)

Die Unterschiede in den Qualitätsstufen des Sake sind davon abhängig, wieviel vom Reiskorn beim Brauen verwendet wurde. Je gereinigter das Reiskorn, desto geringer ist die Gefahr eines Katers.

Der Tazawa-See (田沢湖 Tazawa-ko) ist mit 423 Metern der tiefste See Japans. Er ist so tief, dass er nie zufriert. Er war für sein klares Wasser berühmt, doch durch den Bau eines Staudammes 1940 und die Abwässer einer Thermalquelle wurde das Wasser verschmutzt.