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Amae

甘え amae (Anlehnung)

Amae ist ein zentraler Begriff im Werk des Autors Doi Takeo (土居 健郎). Es ist die Substantivierung des Verbs „amaeru“ (im Sinne von „sich verwöhnen lassen“) und drückt den gleichzeitigen Wunsch nach Geborgenheit und Abhängigkeit aus.

Aus dem Recht eines Kindes, sich ausleben zu können, resultiert bei der Mutter ein Höchstmaß an Nachsicht. Diese Narrenfreiheit des Kindes hat eine übertriebene Fürsorge der Mutter zur Folge, welche nach westlichen Maßstäben irritierend wirkt.

„Mit amae wird das Suchen nach der Mutter ausgedrückt, wenn die psychische Entwicklung des Säuglings den Punkt erreicht hat, an dem er erkennen kann daß die Mutter als von ihm getrenntes Wesen existiert. ... Freiheit [自由 jiyū] bedeutet im westlichen Sinne Unabhängigkeit, während im japanischen jiyū zwar die Abhängigkeit von der Mutter enthalten ist, sich das Kind aber durch deren Fürsorge ohne Zurückhaltung frei ausleben kann, dadurch also Freiheit durch Geborgenheit erhält.“
(http://www.japan-infos.de/japan-gesellschaft/amae.html)

Japanstudien und Japaner-Diskurs 日本人論
ABC der japanischen Kultur 日本事物誌 - Amae 甘え - Chrysantheme und Schwert 菊と刀 - Japan as Number One 日本第一 - Japan GmbH 日本株式会社 - Nippon - mit europäischen Augen gesehen ニッポン-ヨーロッパ人の眼で見た - Schamkultur - Schuldkultur 恥の文化 - 罪の文化  - Zen in der Kunst des Bogenschießens 弓術における禅

 

Verhaltensweisen
Aizuchi 相槌 - Amae 甘え - Gesicht 面子 - Gibun 기분 – Guanxi 关系 - Honne - Tatemae 本音 - 建前  - Ja はい - Nunchi 눈치

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