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Pferdegeschichten

Das Pferd hatte im alten China einen hohen Stellenwert als Prestigeobjekt und als Nutztier. Wer ein solches Tier schlampig auswählte, beging natürlich einen großen Fehler.

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àn tú suǒ jì
Ein Pferd nach dem Bild auswählen
(Schematisch vorgehen)

君子一言,快马一鞭。
Jūnzǐ yì yán,kuàimǎ yì biān.
Dem Edlen genügt ein Wort, dem schnellen Pferd ein Peitschenhieb.
(Ein Mann, ein Wort.)

Wir bringen das Pferd im Zusammenhang mit China oft mit den Bildern des Malers Xú Bēihóng (徐悲鸿, 1895 - 1953) in Verbindung. Xú war der erste chinesische Maler, der westliche Stilelemente verwendete. Er studierte in Japan, Frankreich und Deutschland.
Seine Tuschzeichnungen galoppierender Pferde werden als typisch chinesisch empfunden. In Wahrheit haben sie jedoch mit den statischen Pferdedarstellungen der traditionellen chinesischen Malerei nichts gemein. Sie sind vielmehr Resultat einer Verbindung aus klassischer Pinseltechnik und den Bewegungsstudien westlicher Pferdemalerei. Sie stehen für den ungebeugten Willen des chinesischen Volkes.