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Vier Jahre nach der Dreifachkatastrophe

Laut des Leitartikels der Asahi Shimbun vom 9. März 2015 verlieren die Küstengebiete im Nordosten Japans vom nördlichen Iwate bis hinunter zum Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (福島第一) weiterhin an Bewohnern. Ausgenommen sind allein die Stadt Sendai sowie die umliegenden Verwaltungsbezirke.

 Tsunami 2015 Asahi-Shimbun

Im Vergleich mit den Bevölkerungsdaten vom 1. März 2011 hat die Bevölkerung im nordöstlichen Küstenstreifen Japans um 6,7 % abgenommen, das sind 920.000 Personen, die Toten des Unglücks vom 11. März 2011 mit eingerechnet. Das Statistikamt Japans verzeichnet für ganz Japan im selben Zeitraum eine Bevölkerungsabnahme von 0,8 %. Die am stärksten betroffenen Gemeinden verloren über 10 % ihrer Einwohner. Der traurige Spitzenreiter ist das Städtchen Onagawa (女川) im Norden Miyagis mit knapp 30 %. Ein Beamter der Präfekturverwaltung berichtet, dass es kaum Arbeitsplätze gäbe und viele junge Leute weggezogen seien. Weitere Gebiete, die hart unter dem Bevölkerungsrückgang leiden, sind die verstrahlten Regionen in unmittelbarer Nähe zum zerstörten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Allein die größeren Städte wie Sendai konnten eine kräftige Zunahme (30 %) verzeichnen. Experten befürchten, dass dieser Trend zur Landflucht sich auch ohne größere Katastrophen in den kommenden Jahren in ganz Japan verstärken wird.

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