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Zhou Yongkang

30. Januar 2014

Chinesisch
周永康 Zhōu Yŏngkāng (Familienname Zhōu + ewig + gesund)

„Die chinesischen Ermittlungsbehörden scheinen kurz vor der Eröffnung eines Korruptionsverfahrens gegen den bislang ranghöchsten Parteiführer der Volksrepublik zu stehen. … Sollte Zhōu Yŏngkāng tatsächlich wegen Korruption belangt werden, würde Xí Jìnpíng [习近平] damit erstmals gegen die ungeschriebene Regel verstoßen, nach der amtierende und ehemalige Mitglieder von Chinas mächtigstem Gremium, dem  Ständigen Ausschuss des Politbüros der Kommunistischen  Partei, nicht belangt werden.“
(Petra Kolonko in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 29. Januar 2014: Ermittlungen gegen Parteiführer - Neuer Korruptionsskandal erschüttert China)

Zhōu Yŏngkāng wurde 1942 in Wúxí (无锡), Provinz Jiangsu, geboren und war von 2007 bis 2012 Mitglied des ständigen Ausschusses des Politbüros der KPCh (中国共产党中央政治局常务委员会 Zhōngguó Gòngchǎndǎng Zhōngyāng Zhèngzhìjú Chángwù Wěiyuánhuì) und Sekretär der Zentralkomitee-Kommission für Politik und Recht.

Von 1983 bis 1985 war er Bürgermeister der nordostchinesischen Stadt Pánjǐn (盘锦). Von 2003 bis 2007 war er Minister für öffentliche Sicherheit (deutsch: Stasi).

Wie die Hongkonger „South China Morning Post“ auf ihrer englischsprachigen Website berichtete, fanden partei-interne Briefings zum Fall Zhōu statt. „Die Information wurde nur mündlich weitergegeben und war sehr kurz“, sagte ein Insider.