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Seven Stars in Kyushu

ななつ星in九州 Nanatsu boshi in Kyūshū (sieben + Stern + in + Kyushu)

Emblem
(Foto: Wikimedia)


„Vielleicht stimmt es ja doch, dass die Seele nicht folgen kann, wenn der Mensch zu schnell reist. Die Japaner jedenfalls - ehrgeizige Erbauer von Hochgeschwindigkeitszügen - haben jetzt einen Zug auf die Schienen gebracht, der extra langsam fährt. Als hätten sie sich mit ihrem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen [新幹線] so weit in eine Science-Fiction-Welt katapultiert, dass sie ihre Wurzeln nicht mehr spüren. Im neuen ‚Seven Stars in Kyushu‘ sollen Fahrgäste ihr Land und dessen Traditionen jetzt in aller Behaglichkeit wiederentdecken.

Vulkanberge, Zypressen- und Bambuswälder, Reisfelder und Fischerbuchten der Insel Kyūshū  [九州] - all das zieht gemächlich vorbei, während der Reisende sich zwischen seinen Bettdecken räkelt oder in der Lounge am Grüntee nippt. Die Fenster sind stets auf Augenhöhe. Gemächlich wie bei einer Kreuzfahrt gondelt die Bahn über die südlichste, drittgrößte Insel Japans und hält unterwegs immer wieder an, um Gäste für Besichtigungen aussteigen zu lassen.“
(Spiegel-Online: Neuer Luxuszug in Japan - Tempo war gestern)

Lok
(Foto: Wikimedia)


Der neue Luxuszug wurde am 15. Oktober in Dienst gestellt. Die sieben Sterne stehen für die sieben Präfekturen der Insel Kyūshū. In acht Waggons ist lediglich Platz für 30 Gäste, die mindestens 1.100 Euro für ein Ticket zu zahlen haben. Der Komfort zielt vor allem auf Gäste jenseits der Fünfzig. Die Fahrten sind stark gefragt und bis Juni 2014 ausgebucht.

Im Lounge-Waggon spielen ein Pianist und zwei Violinisten. Am Ende des Zugs bietet ein wandfüllendes Fenster den Blick auf die Landschaft.