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Pflanzenfabrik

30. September 2013

Japanisch
植物工場 shokubutsu kōjō (Pflanze + Fabrik)

 

Farmscraper  für vertikale Landwirtschaft oder vertical farming (垂直農法 suichoku nōhō)
(Bilder: Wikimedia)


„Die Aussichten sind offenbar gigantisch: In Japan haben die ersten Pflanzenfabriken erfolgreich den Betrieb aufgenommen. Pflanzenfabriken sind neuartige Treibhäuser - die nicht etwa nur die doppelte oder dreifache Ernte gegenüber dem Freiland liefern. Nein, die Erträge in der Pflanzenfabrik liegen 100 Mal höher. Für das gebirgige Japan ist das besonders erfreulich, denn es mangelt an Ackerland.“
(Udo Pollmer im Deutschlandradio vom 18. September 2013: Gemüse aus Käfighaltung)

In Pflanzenfabriken wird das Gemüse in Etagen wie Hühner im Käfig gezogen, wobei  die Wurzeln in Steinwolle stecken und von einer Düngelösung umströmt werden. Der Wasserbedarf ist dabei um 90 Prozent geringer als im Freiland.

Anders als bei einem Treibhaus handelt es sich um ein luftdicht isoliertes System, sodass sich der Kohlendioxidgehalt der Luft um das Vier- bis Fünffache anheben lässt.

Die Isolation verhindert auch, dass Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge eindringen können. Deshalb kann auf Pestizide verzichtet werden. Abnehmer sind vor allem Alters- und Pflegeheime, die peinlichst auf Hygiene achten müssen.