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Berichte über die Akita International University

Die Akita International University (englische Abkürzung: AIU) befindet sich in der nordjapanischen Präfekturhauptstadt Akita.

Vorbereitung

„Mein Abenteuer begann mit den Orientierungstage, die eine Woche vor dem Semesterbeginn stattfanden. Während dieser Tage erfährt man alles was man über das Studium und Leben an der Universität wissen muss. Außerdem findet noch der Placement-Test für die Japanischkurse statt. Die Orientierungstage war sehr hilfreich und eine gute Gelegenheit andere Studenten kennenzulernen.“ (Stefanie Weindler)
Allgemeines über die Hochschule
 
Die Universität ist eine noch sehr junge, staatliche Universität die erst 2004 entstanden ist und als besonders anerkannt für international orientierte Lehre gilt. Japanische Studenten, die an der AIU eingeschrieben sind, müssen wie OAI-Studenten alle ein Jahr im Ausland verbringen. Dadurch herrscht auf dem Campus eine sehr offene Atmosphäre und die Japaner sind eventuell nicht ganz so schüchtern, wie an anderen Universitäten.." (Michelle Clement)
 
Die AIU ist eine sehr junge Uni und genießt unterdessen einen sehr guten Ruf in Japan. Sie war die erste Uni, die den Unterricht komplett auf Englisch abgehalten hat und einen obligatorischen Auslandsaufenthalt für die Studenten eingeführt hat. Der Campus liegt mitten in der Natur und ist nur umgeben von einem Sportgebiet, einigen Schnellstraßen und einem kleinen familienbetriebenen Kombini." (Sermet Kaya)
 
„Die Bibliothek ist sehr beeindruckend und sehr gut sortiert. Sie ist eines der Prachtstücke der Universität. Man kann ganz einfach über Computer gewünschte Bücher finden. Die meisten Bücher sind in Englisch, man findet aber auch eine ganze Reihe von Büchern in anderen Sprachen. Auch das virtuelle Lernzentrum ist ein Highlight. Es beinhaltet eine große Sammlung an DVDs, CDs zum Sprachenlernen, Bücher in verschieden Sprachen, Gruppenlernräume, Sprachräume, Leseecken und Testräume." (Katharina Adolph)
 
Von der Universität wird darauf hingewiesen, dass man beim Verlassen des Campus auf Bären achten soll. Es werden fast im Wochentakt Emails mit der Meldung von Bärensichtungen über den Univerteiler rumgeschickt. Auch ich bin bei einem Spaziergang außerhalt des Campus auf einen Bären getroffen. Daher hält man sich fast ausschließlich auf dem Campus auf. " (Sermet Kaya)
 
„Das AIU hat eine eigene Abteilung für Freizeitaktivitäten, das sich Community Outreach Service (COS) nennt. Es werden Ausflüge angeboten, um Akita und ihre Leute kennenzulernen. Man kann Grundschülern spielend englisch beibringen oder mit Politikern der Umgebung über die eigenen Eindrücke reden." (Son Anh Bui)
 
„Direkt nach der Ankunft am städtischen Bahnhof warteten bereits Shuttlebusse der Universität, die die ankommenden Studenten zum Campus brachten. In den darauffolgenden Stunden und Tagen wurden diverse Einführungs- und Orientierungsveranstaltungen abgehalten, die […] so gut wie keine Fragen zum Leben in Japan und dem Studium an der AIU offen ließen. Auch um die Einrichtung eines Bankkontos, einer Arbeitserlaubnis und allerlei anderer Formalitäten kümmerte sich das Universitätspersonal. An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, dass die Organisation und vor allem der Service der AIU außergewöhnlich gut zu bewerten ist. In so gut wie allen Belangen steht den Studenten das Universitätspersonal gerne zur Seite und kümmert sich meist unverzüglich um deren Anliegen." (Patrick Heiner)
 
 
„Die AIU hat zweifelsohne eine wunderschöne Bibliothek, in der man gerne Zeit verbringt. Sie beherbergt fast ausschließlich englische Literatur, alle verwendeten Lehrbücher und auch DVDs und CDs. Gruppenarbeitsräume stehen ebenso zur Verfügung wie Einzelarbeitsplätze und Leihservice. Die Bibliothek ist 24 Stunden sieben Tage die Woche geöffnet und wird besonders zur Prüfungszeit gerne genutzt. Selbstverständlich gibt es auch W-LAN.“ (Daniela Lange)
 
„So einfach es auch klingen mag: Wer in Akita gelangweilt ist, ist selbst dran schuld. Die Universität ist sehr engagiert, ihren Studenten eine aktive Freizeitgestaltung zu ermöglichen. ...
Fast jeder Student, über 90%, sind Mitglieder in einem oder mehreren Clubs. Diese werden von Studenten von Studenten organisiert und variieren in ihrer Ernsthaftigkeit. Während das Baseballteam mehrmals die Woche trainiert und auf Spiele fährt, ist der Animeclub eher ein lockeres Beisammensein an Freitagabenden. Das Angebot an Clubs ist vielfältig, es reicht von Sport (Tennis, Joggen) über Theater, verschiedene Veranstaltungskomitees bis hin zu Sprachclubs.
Besonders für Ausländer gibt es Clubs, die Sprachtandems vermitteln, Sprachcafes veranstalten, sich mit Kimonos beschäftigen oder Ausflüge in die Umgebung organisiern. COS COS steht für das „Community Outreach Center“, ein Zentrum der Universität, welches dafür sorgt, dass sich AIU in das lokale Leben rund um den Campus einfügt. Zu diesem Zwecke finden mehrmals die Woche Ausflüge an umliegende Schulen und Kindergärten statt. An diesen habe ich oft teilgenommen, Hauptaufgabe war es entweder Englisch zu unterrichten, Spiele mit den Kindern zu spielen oder über sein Heimatland zu erzählen. Mehrmals pro Woche kamen auch Schulklassen von bis zu 200 Kilometer Entfernung um sich den Campus anzuschauen. Mit den Schülern unterhielten wir uns dann häufig in von COS organisierten Treffen und berichteten von unseren Erfahrungen. Oft waren die Aktivitäten bezahlt und eine gute Gelegenheit, um sich ein kleines Taschengeld zu verdienen.“ (Daniela Lange)

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Unterricht
 
Die AIU bietet eine breitgefächerte Auswahl an Vorlesungen an. Für Austauschschüler gibt es ein hervorragendes Sprachprogram. Ich war im höchsten Level und hatte eine Auswahl an Kursen mit verschiedenen Schwerpunkten. Vom Standardkurs bis hin zu Academic Speaking and Writing gibt es also viel zu lernen. Besonders in den Sprachklassen lernt man in sehr kleinen Gruppen. Bei mir waren wir nur zu fünft. Im Wintersemester war ich im Selfstudy Kurs sogar die meiste Zeit alleine mit der Lehrerin. Wie der Name schon sagt, kann man sich hier den Schwerpunkt selber auswählen. Ich habe mich auf das Lesen der Nikkei Wirtschaftszeitung konzentriert und war am Ende des Jahres sogar in der Lage Artikel ohne Wörterbuch zu verstehen. Auch bei den anderen OAIlern waren die Fortschritte beachtlich. Neben den Japanisch-Kursen kann man auch normale Vorlesungen belegen. Hier studiert man dann wirklich mit den Japanern zusammen. Die Kurse sind in Englisch und es gibt eine Menge interessanter Themen." (Levent Arpaci)
 
„Zu den Japanischkursen kann man sagen, dass hier alle Wünsche abgedeckt werden. Zu jedem Spezialgebiet (Grammatik, Kanji, Aussprache, Lesen) gibt es Extrakurse. Diese dauern i. d. R. 50 Minuten und sind meist zwei Mal wöchentlich. In den „normalen“ Japanischkurs wird man entsprechend des Ergebnisses des Eingangstests eingeteilt.“ (Julia Maul)

„Generell ist das Studieren an der AIU eine sehr angenehme Sache. Je nachdem wie man möchte kann man sich seinen Stundenplan aus der extrem großen Auswahl Fächer zusammen stellen. Das Angebot sowohl an Wirtschaft, Kulturellem (nicht nur auf Japan beschränkt), einer Menge Sprachen, so wie vieles Anderes lässt praktisch keine Wünsche offen.
Als letztes wären die Dozenten, bzw. Lehrer zu erwähnen. Vielleicht hatte ich Glück durch die Kurse die ich gewählt habe, aber generell würde ich sagen, dass alle Dozenten an der AIU ein sehr hohes Engagement und Motivationsfähigkeit besitzen. Es wird einem oft das Gefühl vermittelt, dass dem Dozenten wirklich etwas an der eigenen Leistung liegt und sie schaffen es oft für den Unterricht zu begeistern. Obendrein waren alle Dozenten sehr kompetent, immer hilfs-, kompromissbereit und freundlich."
(Kim Siegmund)

„Die Qualität des Sprachunterrichtes selbst ist meines Erachtens nach auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Kleine Kursgrößen und motivierte Lehrkräfte ermöglichen es den Studenten, schnell große Fortschritte zu machen.“ (Patrick Heiner)

„Die Lehrer des Japanisch Programms sind allesamt hoch qualifiziert und man wird schnell große Fortschritte machen. Insbesondere liegt das auch daran, dass am Anfang des Semesters ein Einstufungstest stattfindet und man so in einen der vielen verschiedenen Levels eingegliedert wird. Das Niveau passt sich damit der eigenen Japanisch-Stufe an." (Mathias Obst)

Der Unterricht ist überwiegend auf Englisch und wirklich interessant. Das Japanisch-Programm ist großartig. Es ist in verschiedenen Stufen aufgeteilt, in denen man nach dem Placement-Test eingeordnet wird. In den Japanischklassen sind maximal 15 Studenten, dadurch ist gesorgt, dass jeder Student optimal gefördert wird. Man bekommt viele Hausaufgaben und hat viele Tests, auf die man sich aber relativ einfach vorbereiten kann. Während dem Herbst- und Frühlingssemester wird das Winterprogramm angeboten, während dem man einige Kurse belegen kann. Das ist eine gute Gelegenheit um sein Japanisch noch weiter zu verbessern. (Stefanie Weindler)

„Die AIU bietet eine breitgefächerte Auswahl an Vorlesungen an. Für Austauschschüler gibt es ein hervorragendes Sprachprogram. Ich war im höchsten Level und hatte eine Auswahl an Kursen mit verschiedenen Schwerpunkten. Vom Standardkurs bis hin zu Academic Speaking and Writing gibt es also viel zu lernen. Besonders in den Sprachklassen lernt man in sehr kleinen Gruppen. Bei mir waren wir nur zu fünft. Im Wintersemester war ich im Selfstudy Kurs sogar die meiste Zeit alleine mit der Lehrerin. Wie der Name schon sagt, kann man sich hier den Schwerpunkt selber auswählen. Ich habe mich auf das Lesen der Nikkei Wirtschaftszeitung konzentriert und war am Ende des Jahres sogar in der Lage Artikel ohne Wörterbuch zu verstehen. Auch bei den anderen OAIlern waren die Fortschritte beachtlich. Neben den Japanisch-Kursen kann man auch normale Vorlesungen belegen. Hier studiert man dann wirklich mit den Japanern zusammen. Die Kurse sind in Englisch und es gibt eine Menge interessanter Themen." (Levent Arpaci)
 
„In Akita beträgt das Maximum der pro Semester zu wählenden Credits 18, das Minimum zwölf. Normale Vorlesungen haben drei oder vier Credits, der Hauptkurs in Japanisch allerdings mit sechs. Ausgewählt werden die Kurse aus einem Katalog, jeder Student koordiniert seinen Stundenplan eigenständig und bucht seine Kurse im online im System der AIU. Alle Studenten haben in der „Add/Drop“ Phase am Anfang des Semesters Zeit, sich die ersten Vorlesungen anzuhören und zu entscheiden, ob sie den Kurs beibehalten oder doch noch wechseln möchten.“ (Daniela Lange)
 
„Der „sonstige Unterricht“ war für mich immer eine Qual der Wahl. Möchte man doch lieber „Business and Finance in Japan“ hören, oder einen Kurs über Anime? Wie wäre es mit „History and Society of Korea“, „Biology“ oder „Japanese Literature“. Das Kursangebot war interessant, groß und ich genoss die Freiheit, mir meine Kurse aussuchen zu können. Neben den fordernden Japanischkursen hat man nicht mehr so viel Zeit und ich entschied mich für einen Kurs über chinesische und koreanische Geschichte. In den meisten Fächern gab es Midterm und Final Exams. Es ist allerdings so, dass das allgemeine Niveau vieler Fächer nicht ganz so hoch ist wie am Ostasieninstitut und man sich getrost in die Vorlesungen der höheren Semester setzen kann. Das Lehrpersonal erlebte ich als aufgeschlossen gegenüber Fragen, aktive Teilnahme am Unterricht war durchaus erwünscht und wurde auch eingefordert.“ (Daniela Lange)

 

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Fazit
 
„Nach einem Jahr in Akita kann ich sehr bestimmt sagen, dass Akita definitiv kein Ort für wahre Stadtmenschen ist. Akita ist sehr ländlich, Wege sind lang, Transportmöglichkeiten begrenzt. ... Liebhaber von Natur kommen dafür in Akita ganz auf ihre Kosten und auch wenn ich wiederhole, was bereits meine Vorgänger sagten, die Jahreszeiten in Akita sieht man so deutlich wie kaum irgendwo sonst. Ich kann weiterhin meinen Vorgängern und anderen Austauschstudenten vor Ort zustimmen, die AIU als einen Mikrokosmos beschrieben haben, der nicht typisch Japan ist und aus dem auszubrechen nicht leicht ist.“ (Miriam Wendel)
 
„Zu einer schönen Umgebung kommt hinzu, dass die Universität sehr gut organisiert ist, was sehr für das AIU spricht. Ich kam am ersten Tag im AIU an und wurde sofort herzlich begrüßt. Alle formalen und behördlichen Arbeiten wurden von der Universität abgenommen. In vielen Städten mussten Kommilitonen die Behördengänge alleine machen und selber die japanischen Formulare ausfüllen. Die Universität richtete auch für uns ein Bankkonto ein und gab uns unsere eigenen Namenssiegel (判子). In der ersten Woche gibt es ein Orientierungspro-gramm an dem jeder Student teilnehmen muss, um zu wissen, was wichtig ist, um dort sein Studentenleben ohne Probleme starten zu können. Das AIU kümmert sich sehr gut um die Studenten, sodass man sich keine Sorgen machen muss. Als ich während des Erdbebens in Sendai war, hat das AIU einen Bus geschickt, um die Studenten, die sich in der Umgebung befanden nach Akita zurückzuholen." (Son Anh Bui)
 
 
„Mein Jahr an der AIU war unter dem Semester zwar sehr stressig durch die andauernden Tests, allerdings auch sehr schön durch die Ausflüge oder Aktivitäten, die die Uni bzw. COS/CRESI anboten. Die Uni trägt sehr zum interkulturellen Austausch bei und hat mir sehr geholfen mein Wissen auf dem Gebiet auszubauen. Es sind außerdem sehr viele internationale Freundschaften entstanden. Insbesondere der kalte Winter in Akita schweißt zusammen und ist eine wichtige Erfahrung.
Zu den Positiv- bzw. Negativpunkten möchte ich sagen, dass man einerseits sehr gut sein Englisch und sein geschriebenes Japanisch aufbessern kann, allerdings kommt in den Japanischkursen das mündliche Japanisch etwas zu kurz. Am Campus kostet es wesentlich mehr Überwindung auf Japanisch zu reden, als außerhalb des Campusses, allerdings verbringt man eben einen Großteil dort, weil alles andere zu weit weg ist und entsprechend zu viel Geld kostet. Ein weiterer Punkt der mich gestört hat, war, wie ich oben auch bereits erwähnt habe, dass viele Japaner(innen) offensichtlich kein Interesse daran hatten außerhalb des Unterrichts etwas mit den Austauschstudenten zu unternehmen. Trotz aktiver Bemühungen blieb es für mich in den meisten Fällen schwierig, durch das oberflächliche „Hallo“ durchzubrechen.“
(Julia Maul)
 
„Darüber hinaus kümmerte sich die Universität sehr gut um alle meine Anliegen und machte mir das Leben in Japan so einfach wie möglich. Letztlich haben sich auch meine Erwartungen hinsichtlich des Sprachunterrichts mehr als erfüllt, da alle meine Lehrer durchweg motiviert waren, Interesse an den Studenten zeigten und mir die vermutlich größten Fortschritte, die ich hätte machen können, ermöglicht haben.“ (Patrick Heiner)
 
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Berichte aus den Partnerhochschulen des Ostasieninstituts

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