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Berichte über die Guangxi University in Nanning

Die Universität der Autonomen Region Guǎngxī (广西) liegt in deren Hauptstadt Nánníng (南宁). Es ist Pflicht, die ersten drei Monate im Wohnheim für ausländische Studenten zu leben. Man hat die Wahl zwischen Einzelzimmer mit eigenem Bad oder einem Einzelzimmer mit geteiltem Bad und man kann sich zwischen Zimmern mit oder ohne Küche entscheiden.

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Vorbereitung

„Nachdem wir von unseren Vorgängern so viel Gutes von Nanning gehört haben, starteten wir alle mit großen Erwartungen in das große Abenteuer Nanning. … Die ersten Tage in Nanning wurden damit verbracht eine Wohnung zu suchen und herauszufinden wie man sich in der Uni einschreibt. Leider haben wir, ungleich der Studenten in den anderen Städten, keinen Tutor bekommen, der uns in der ersten Zeit helfen konnte, vielmehr waren wir ganz auf uns allein gestellt, was die ersten Tage überaus nervenaufreibend gestaltete. Ein Glück hatten wir im Vorfeld mit den vorherigen Studenten des OAIs gesprochen, deren Freunde sich bereiterklärten uns die ersten Tage behilflich zu sein.“ (Stefanie Hägle)

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Allgemeines über die Hochschule

„Die Stadt selbst mag nicht die modernste sein und über Ästhetik lässt sich auch streiten, dennoch ist sie, wie ich sie kennengelernt habe eine wunderbar authentische chinesische Stadt. Natürlich war der Alltag mit der Hektik, den überfüllten Straßen und der unterentwickelten Infrastruktur etwas anstrengend. Dennoch habe ich all das als sehr sympatisch empfunden und fühlte mich stets willkommen und wohl in Nanning. Besonders die Freundlichkeit der Menschen und die vielen kleinen Restaurants und Shops machten Nanning in dem Jahr zu einem heimeligen Zuhause für mich." (Stefanie Hägle)

 

Unterricht
 
„Unser Sprachunterricht war zunächst in Klassen von ca. 20 Leuten gegliedert, neben uns Deutschen, wegen Nannings Nähe zu den südostasiatischen Ländern vor allem zusammen mit Vietnamesen, Thailändern und Indonesiern. Aufgrund der höheren Sprachaffinität der Asiaten fiel es uns anfänglich sehr schwer, mit dem Unterrichtstempo mitzuhalten; wir stellten ja nur eine Minderheit dar und so wurde nicht wirklich auf uns geachtet.
Der Unterricht umfasste zunächst vier Fächer: Grundlagen des Chinesisch, Hörverständnis, gesprochenes Chinesisch und literarisches Chinesisch. Da wir wegen des zu hohen Unterrichtstempos nicht wirklich mitkamen, baten wir aber bald um speziellen Unterricht für uns, der in Zukunft einen Schwerpunkt auf die Vorbereitung für den HSK („汉语水平考试", Hànyǔshuǐpíng kǎoshì) legte. Der HSK ist eine mit dem TOEFL für die englische Sprache vergleichbare Prüfung der chinesischen Sprachkenntnisse, deren bestehen auf einem bestimmten Mindestlevel unser Studienziel für dieses Jahr darstellte.
Das zweite Semester war dann auch um einiges angenehmer und effizienter und so kann ich nach 13 Monaten Aufenthalt auch stolz sagen, dass ich große Fortschritte gemacht habe und mittlerweile in Standardkonversationen flüssig mitreden kann." (Florian-Frederik Deutgen)
 
 
„Der Chinesischunterricht war in vier Kurse eingeteilt: Hörverständnis, chinesische Grammatik, gesprochenes Chinesisch und ein Kurs für das Lesetextverständnis.
Unsere Klassenkameraden waren zum größten Teil Studenten aus dem nahen Vietnam. Außer den insgesamt sechs Stundenden des Ostasieninstituts waren es nur wenige Europäer aus den Niederlande, Belgien, Deutschland, Schweiz und einige Afrikaner die an der Guangxi Universität Chinesisch studierten. Das Unterrichtstempo war schell und die Klasse mit zirka 20 Schülern relativ groß."
(Tina Kort)
 
„Das Unterrichtstempo war relativ schnell, sodass ich Probleme hatte mitzukommen und Antworten auf Chinesisch zu geben. Da überwiegend Asiaten in unseren Klassen waren, förderten die Lehrer mehr diese Studenten, weil deren Chinesisch besser war als das der übrigen Studierenden, und auf uns wurde nicht so viel geachtet, wodurch wir uns benachteiligt fühlten. Es wurde viel aus dem Buch gelesen, aber meist in chorischem Sprechen. Als Hausaufgabe waren in einem Tag über 40 neue Vokabeln zu lernen und der gerade gelesenen Text auswendig zu lernen. Häufig wurde in den Tagen danach ein Vokabeltest veranstaltet, der von dem zuständigen Lehrer bewertet wurde. Ich konnte einiges lernen und mein Chinesisch hat sich erheblich verbessert. Es wurden auch viele Abende mit der Klasse zusammen unternommen.“ (Lukas Baur)
 
Fazit
 
„Generell kann ich sagen, dass ich eine wunderbare Zeit in China hatte, die ich sicherlich nie vergessen werde. Dennoch bin ich enttäuscht von der Organisation der Partnerschaft zwischen der Guangxi University und dem OAI. Meines Erachtens sollten die Verantwortlichen sichergehen, dass die Studenten, zumindest am Anfang, eine Hilfestellung erhalten. Des Weiteren finde ich es nicht richtig, dass das OAI den Studenten Partneruniversitäten vorschreibt, von deren Partnerschaft niemand profitiert. In Anbetracht dessen wäre es genauso angebracht, den Studenten die Universitätswahl freizustellen. Die Illusion, dass man nur in den kleinen Städten Chinesisch lernt kann ich nicht nachvollziehen, besonders nicht, wenn man sie in Provinzen schickt, die noch nie etwas von Hochchinesisch gehört haben. Dies sind die Punkte die ich hoffe für unsere Nachfolger geändert werden.
Nichtsdestotrotz werde ich mein Jahr in China als sehr positiv und lehrreich in Erinnerung behalten, denn letztendlich liegt es in der Verantwortung eines jeden einzelnen das Beste aus der Zeit zu machen.“
(Stefanie Hägle)
 
„Das Auslandsjahr in China ist bisher das Highlight in meinen Leben. Zu viele unvergessliche Momente sind damit verbunden. Irgendwie hab ich es ja die ganze Zeit gewusst, dass das Jahr unglaublich werden würde, aber dass es so unglaublich werden würde hätte ich auch nicht gedacht. Durch das Jahr dort ist mir klar geworden, dass ich in Zukunft zurück muss, dass ich dort auf irgendeine Weise freier leben kann,  dass ich dort willkommener bin als hier, auch wenn ich den deutschen Ausweis habe, aber letztendlich wenn ich mich im Spiegel sehe bin ich Chinese. Zu schlecht wird hier über Chinesen geschrieben und gesprochen. Entsprechend werde ich dort unter den Mitmenschen auch besser behandelt  als hier. Ich kann dort also als Chinese leben und muss mich nicht verstellen, kann gut über China reden, Stolz sein, Flagge zeigen. Also hat das Auslandsjahr mir geholfen eine Lebensentscheidung zu treffen, die lautet nach China zurückzukehren (落叶归根).“ (N. N.)
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Bericht des Studenten Florian-Frederik Deutgen über sein Studienjahr 2009/2010

Bericht des Studenten Nils Krug über sein Studienjahr 2011/2012

Bericht des Studenten Lukas Baur über sein Studienjahr 2011/2012

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Nanning (Foto von Florian-Frederik Deutgen)
 

Berichte aus den Partnerhochschulen des Ostasieninstituts

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