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22. November 2012

Straßenkinder

22. November 2012

Chinesisch
街童 jiētóng (Straße + Kind)
流浪儿 liúlàng'ér (fließen + Welle + Kind)

Japanisch
ストリートチルドレン sutorīto chirudoren (englisch: street + children)
 
 
„Fünf Kinderleichen in einem Müllcontainer sorgen für Aufruhr unter der chinesischen Internetgemeinde. Der Fund in der vergangenen Woche rückt erneut die Wohlstandskluft im Land in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. … Es handele sich bei den Toten um fünf Jungen im Alter zwischen neun und 13 Jahren – um Straßenkinder.

Die Körper der Kinder waren am Freitag in einem Müllcontainer in der bezirksfreien Stadt Bìjíe
[毕节] im Westen der chinesischen Provinz Guìzhōu [贵州] gefunden worden. Guìzhōu gilt als eine der ärmsten Regionen Chinas.

Die Jungen trugen alle den Nachnamen Táo
[陶]. Sie starben vermutlich an einer Kohlenmonoxidvergiftung [一氧化碳中毒 yīyǎnghuàtàn zhòngdú]. Laut Polizeiangaben hatten sie ein Feuer innerhalb des Containers [垃圾箱 lājīxiāng] entzündet und waren anschließend hineingeklettert, um sich vor der Kälte zu schützen.

Viele fühlten sich auch an ein Märchen von Hans Christian Andersen
[安徒生 Āntúshēng] erinnert, das den Horror des Kapitalismus thematisiert und früher in chinesischen Grundschulbüchern zu finden war. In ‚Das Mädchen mit den Schwefelhölzern[卖火柴的小女孩 Mài huǒcháide xiǎo nǚhái] versucht ein armes dänisches Mädchen zu Silvester Streichhölzer auf der Straße zu verkaufen und erfriert am Ende.

Laut Xinhua
[新华社 Xīnhuáshè] waren die Jungen Söhne von drei Brüdern. Zwei von ihnen hatten ihre Heimat verlassen, um als Müllmänner in der Küstenstadt Shēnzhèn [深圳] zu arbeiten. …

Die Stadt, in der die Kinder lebten, ist reich an Kohlevorkommen. Doch ansonsten herrschen in Bìjíe Armut und Korruption. ... Immer mehr Einwohner haben die Stadt verlassen, um sich anderswo Arbeit zu suchen. Zurück blieben die Kinder, bei Großeltern oder Verwandten. …

‚Ich dachte, so etwas passiert nur in kapitalistischen Ländern‘, schreibt eine Weibo-Nutzerin. ‚Warum sind wir von der Überlegenheit unseres Systems so überzeugt?‘

Nachrichten über den Tod der Kinder machten nur kurze Zeit nach dem Ende des Parteikongresses in Peking die Runde. Dort hatten sich die Parteispitzen in Reden und landesweit ausgestrahlten TV-Sendungen stundenlang zu den Vorzügen ‚des Sozialismus mit chinesischen Einflüssen‘
[有中国特色社会主义 yǒu Zhōngguó tèsè shèhuìzhǔyì] ausgelassen.“
(Josh Chin im Wall Street Journal Deutschland: Die Toten mit den Schwefelhölzern)

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