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08. November 2012

Schindler

8. November 2012

Japanisch
シンドラーエレベータ Shindorā Erebēta (Schindler + englisch: elevator)

Chinesisch
迅达 Xùndá  (rasch + erreichen)
 
schindler-aufzug
Der Schweizer Konzern Schindler, der weltgrößte Hersteller von Aufzügen (エレベータ erebēta) und Rolltreppen (エスカレーター esukarētā), ist in Japan zum zweiten Mal in sechs Jahren in einen tödlichen Unfall mit einem seiner Aufzüge verwickelt.

Der Tod einer Putzfrau war der Aufmacher (大見出 ō midashi) in den Abendsendungen des Fernsehens. Die Frau stolperte offenbar beim Einsteigen über die Kante des Aufzugs, der zu hoch gehalten hatte. Dann bewegte sich der Aufzug weiter nach oben. Ihr Oberkörper wurde eingeklemmt, so dass sie erstickte.

Die Verbraucherschutzbehörde (消費者保護総局 shōhisha hogo sōkyoku) nahm sich nun den Todesfall aus dem Jahr 2006 noch einmal vor. Bei einem ähnlichen Unfall vor sechs Jahren kam ein 16-jähriger Junge ums Leben. Die Mutter des damaligen Opfers machte Schindler für den Todesfall verantwortlich: „Der neue Unfall beweist, dass keine Lehre aus dem geopferten Leben von meinem Sohn gezogen wurde.
Nach Ansicht von Schindler war der damalige Unfall jedoch die Folge mangelnder Wartung durch eine andere Firma. Schindler geriet damals in die Schlagzeilen, weil es sich nicht rasch entschuldigt hatte. Das ist in Japan ein großer Fehler.
 
Diesmal kondolierte ein hochrangiger Firmenvertreter bereits am Tag nach dem Unfall beim Sohn des Unglücksopfers. Ebenso schnell verbeugte sich der Geschäftsführer auf einer Pressekonferenz tief vor den Kameras. Die schnelle Reaktion wirkte. Die Presse stellt das Schweizer Unternehmen diesmal nicht an den Pranger, wie es nach den zögerlichen Reaktionen auf den ersten Todesfall passierte.

Tipps für Umgang mit Produkt-Problemen in Japan
  • Nichts verstecken! Das verschärft die Probleme!
  • Falls es Verletzte oder Tote gibt, aufrichtiges Beileid zeigen und sich öffentlich entschuldigen – unabhängig von der Schuldfrage!
  • Die zuständigen Presseklubs ansprechen!
  • Vertrauensbildende Maßnahmen ergreifen (z.B. Verkaufsstopp, Führungswechsel) und darüber öffentlich informieren!
  • Eine unabhängige Untersuchung durch externe Experten organisieren!
  • Eigene Mitarbeiter vor den Medien unterrichten, damit ihre Moral nicht leidet
(Japanmarkt vom 7. November 2012: Tipps für Umgang mit Produkt-Problemen in Japan)

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