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29. Oktober 2012

versteckte Reichtümer

29. Oktober 2012

Chinesisch
隐秘的财富 yǐnmì de cáifù (versteckt + geheim + Genitiv + Vermögen + reich)

wen-jiabao-familie
Finanz-Verflechtungen der Familie Wen laut New York Times

Die Familie von Chinas Ministerpräsident Wēn Jiābǎo (温家宝) lässt Vorwürfe der New York Times (《纽约时报》Niǔ Yuē Shíbào) nicht auf sich sitzen, er hätte in seiner Amtszeit ein Vermögen von umgerechnet 2,1 Milliarden Euro angehäuft. von der Familie beauftragte Anwälte wiesen die Anschuldigungen als „unwahr" zurück. In einer autorisierten Stellungnahme heißt es:
 
„Die so genannten 'versteckten Reichtümer' bei den Mitgliedern der Familie Wēn Jiābǎo gibt es nicht.“
报道的所谓温家宝家人的“隐秘财富”是不存在的。
Bàodào de suǒwèi Wēn Jiābǎo jiārén de "yǐnmì cáifù" shì bù cúnzài de.
 
Damit wehrt sich zum ersten Mal in der Geschichte der Volksrepublik China ein chinesischer Führer juristisch gegen „Verleumdung" in ausländischen Medien. Falls es wirklich zu einer Klage kommt, müssten beide Seiten ihre Angaben zur Vermögensfrage offenlegen, ein unerhörter Präzedenzfall (先例 xiānlì) für die chinesische Führung.

Die Enthüllungen verstärken die in der chinesischen Gesellschaft verbreitete Annahme gigantischer Korruption (腐化 fǔhuà) unter höchsten Politikern. Die Skandalmeldungen haben allerdings auch Spekulationen über Intrigen (阴谋 yīnmóu) ausgelöst, denn die Enthüllungen sind viel zu detailliert. Es wird vermutet, dass sie als Rache von Anhängern des entmachteten Funktionärs Bó Xīlái (薄熙来) Journalisten zugespielt worden sein könnten.
 
Für die New York Times kam der Coup eigentlich ungünstig: Sie hatte gerade ihre chinesische Webseite gestartet, die nun auf unbestimmte Zeit blockiert sein wird. Auch die Werbekunden waren nicht eingeweiht - in Zeiten, in denen die Werbeeinnahmen einbrechen. Der Verleger (出版商 chūbǎnshāng) ist aber „sehr stolz“, dass sich seine Zeitung für den Journalismus entschieden hat.
 

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