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15. Oktober 2012

Grönland

15. Oktober 2012

Chinesisch
格陵兰 Gélínglán (englisch: Greenland)
格陵兰岛 Gélínglándǎo (englisch: Greenland + Insel)

Japanisch
グリーンランド Gurīnrando (englisch: Greenland)

Grönländisch
Kalaallit Nunaat (Land der Menschen)

Dänisch
Grønland (Grünland)

Die Polarinsel Grönland sitzt auf gewaltigen Mengen seltener Erden (稀土 xītǔ), mit denen das Monopol Chinas gebrochen werden könnte. Doch die westlichen Länder müssen sich beeilen: Die Chinesen machen sich in Grönland schon breit.

Grönlands Premierminister fordert von Europa mehr Engagement bei der Erschließung der riesigen Rohstoffvorkommen seiner Insel. Die Volksrepublik China hingegen sei bereits kurz davor, in Grönland einen Fuß in die Tür zu bekommen. Die seltenen Erden zu sind unentbehrlich für die Produktion von Smartphones (智能手机 zhìnéng shǒujī), Hybridautos (混合型汽车 hùnhéxíng qìchē) oder Windkraftwerken (风力 fēnglì). Grönland verfügt über größere Vorräte dieser Spezialmetalle als ganz Europa und die USA zusammen und könnte das Monopol der Chinesen brechen, die 95 Prozent des Weltmarktes beherrschen und in den vergangenen Jahren ihre Exporte sukzessiv zurückgefahren haben.

Und als die Preise für Seltenerdmetalle im vergangenen Jahr um 400 Prozent anstiegen, verklagt die EU und die USA die chinesische Regierung vor der Welthandelsorganisation WTO (世贸 Shìmào). Kluge Köpfe hatten schon vor Jahren die Seltenen Erden als Wirtschaftswaffe des 21. Jahrhunderts vorhergesehen. Die grönländischen Vorräte an Seltenen Erden reichen aus, um den gegenwärtigen Weltbedarf für 150 Jahre zu decken. Ihre Nutzung könnte den angespannten Weltmarkt bei den begehrten Metallen entschärfen.

Die Grönländer selbst begegnen dem Boom mit gemischten Gefühlen. Zum einen ist ihnen klar, dass sie mit den Einkünften die vollständige Unabhängigkeit von Dänemark erreichen können. Zum anderen hinterlässt Bergbau zwangsläufig ökologische Narben. In einigen Lagerstätten sind größere Mengen an Uran enthalten. Wer diese Seltenen Erden abbaut, der hinterlässt auch große radioaktive Halden.

Die Bezeichnung Seltene Erden steht für eine Gruppe von 17 chemischen Elementen, die relativ selten sind und meist in erdigen Formationen vorkommen.
 
Lanthanoide
镧系元素 lán​xì​yuán​sù (Lanthan + System + Ursprung + Element)
Scandium Sc kàng lateinisch Scandia für Skandinavien
Yttrium Y Ytterby, schwedische Ortschaft in der Nähe von Stockholm
Lanthan La lán griechisch: λανθάνειν lanthanein = versteckt
Cer Ce shì nach dem Planetoiden Ceres
Feuerstein von Feuerzeugen und Oxid in selbstreinigenden Öfen
Praseodym Pr griechisch: πράσινο δίδυμο prasino didymo = „grüner Zwilling“
in gelb gefärbtem Glas, z. B. in Schweißerschutzbrillen
Neodym Nd griechisch: νέος neos für neu und δίδυμος didymos für Zwilling
ebenfalls Bestandteil der Schweißerschutzbrillengläser
Promethium Pm vom Titanen Prometheus der griechischen Mythologie
Wärmequelle in (unbemannten) Satelliten und Raumsonden
Samarium Sm shān dem dem russischen Berginspektor Oberst Samarsky
Permanentmagnet, z. B. in Kopfhörern
Europium Eu yǒu neben Americium das einzige nach einem Erdteil benannte Element
Neutronenabsorber in Kernkraftreaktoren, Aktivator der roten Leuchtstoffe in der Fernsehröhre
Gadolinium Gd nach dem finnischen Chemiker Johan Gadolin
in der Fernsehröhre als Aktivator der grünen Leuchtstoffe
Terbium Tb nach der schwedischen Grube Ytterby
Lasermaterial
Dysprosium Dy griechisches Adjektiv δυσπρόσιτος (dysprósitos) =  unzugänglich
Neutronenabsorber in Kernkraftreaktoren
Holmium Ho huǒ nach dem schwedischen Chemiker Holmberg oder nach der Stadt Stockholm
nur in Legierungen anzutreffen
Erbium Er ěr nach der Grube Ytterby bei Stockholm
in fotografischen Filtern
Thulium Tm diū nach Thule, dem mythischen Namen für Skandinavien
Neutronenabsorber in Kernkraftreaktoren
Ytterbium Yb nach Ytterby, einer Grube  nördlich von Stockholm
erzeugt Röntgenstrahlen ohne Elektrizität, z. B. in tragbaren Röntgenapparaten
Lutetium Lu liú lateinischer Name der Stadt Paris: Lutetia
Katalysator beim Cracken und Polymerisieren

 

groenlandpanorama
Grönlandpanorama
(Foto: Wikimedia)

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