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15. Oktober 2012

jemands Strafe auf sich nehmen

15. Oktober 2012

Chinesisch
顶罪 dǐngzuì (an die Stelle von jemanden + Verbrechen)
替人顶罪 tìrén dǐngzuì für die Fehler Anderer geradestehen
替某人顶罪 tì mǒurén dǐngzuì jemandes Strafe auf sich nehmen

Im Mai 2009 raste der 20-jährige Chinese Hú Bīn (胡斌) bei einem illegalen Straßenrennen (街头赛车 jiētóu sàichē) mit anderen verwöhnten jungen Leuten durch die Straßen der ostchinesischen Provinzhauptstadt Hángzhōu (杭州). An einem Fußgängerüberweg (人行道 rénxíngdào) erfasste sein Mitsubishi (三菱 Sānlíng) einen 25-jährigen Telekomingenieur und schleuderte ihn 20 Meter durch die Luft, sodass dieser kurz darauf starb. Die fassungslosen Unfallzeugen fotografierten den Unfallfahrer, wie er rauchend und mit seinen „Freunden“ scherzend auf die Polizei wartete.
 

Aber das war noch nicht alles: Die Verkehrspolizei (交通警 jiāotōngjǐng) machte sich eifrig ans Vertuschen. So wurde die Geschwindigkeit von Hú Bīns Auto mit 70 Stundenkilometer (每小时公里 měi xiǎoshí gōnglǐ) angegeben, während er wohl mit 140 Sachen (im Innenstadtbereich) unterwegs war.

Dann erhielt Hú für sein Vergehen eine dreijährige Haftstrafe – und das in einem Land, in dem betrunkene Fahrer für ähnliche Unfälle schon die Todesstrafe (极刑 jíxíng) bekamen. Was das Maß voll machte, war aber die Tatsache, dass der junge Mann, der vor Gericht erschien und die Strafe auf sich nahm, offensichtlich ein Stellvertreter war, der für Hú Bīn ins Gefängnis (囚牢 qiúláo) ging. Man spricht von einem Tagessatz von umgerechnet 30 Euro, den er dafür kassiert.

Andere für sich büßen zu lassen, scheint in China gar nicht so ungewöhnlich zu sein. Im gleichen Jahr nötigte ein Krankenhausdirektor, der einen tödlichen Unfall verursacht hatte, den Vater eines Krankenhausangestellten, den Unfall zu gestehen und die Strafe stellvertretend für ihn abzusitzen.

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