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04. Juni 2012

Roboter

4. Juni 2012

Japanisch
人造人間 jinzō ningen (Menschen + machen + Menschen + Raum)
ロボット robotto (englisch: robot)
ロボ robo

Chinesisch
机器人 jīqìrén (Maschine + Mensch)
自动机 zìdòngjī (selbst + bewegen + Maschine)
 
 
Der Roboter Asimo(アシモ) war eine der Attraktionen auf der Expo 2005 in Chiba.


Der große Roboter-Bluff

„‚Roboter machen gefährliche Jobs‘ heißt es heroisch auf einer Fachmesse. Warum war in Fukushima [福島] nichts von ihnen zu sehen? …

Wo waren, in dieser geradezu roboterverrückten Hightech- [ハイテク haiteku] -Nation Japan, die Flugroboter, die in den offenliegenden Reaktorgebäuden nach den plutoniumhaltigen Brennstäben  [燃料棒 nenryōbō] in den Abklingbecken  [冷却池 reikyakuchi] hätten sehen können? Die Roboter, die Messungen hätten durchführen können, ohne dass Menschen in Gefahr gerieten? Eine amerikanische ‚Global Hawk‘-Flugdrohne [RQ-4 グローバルホーク RQ-4 Gurōbaru Hōku] überflog später die zerstörten Reaktorblocks [リアクター riakutā].

Im Mai 2010 hatte die japanische Regierung bekanntgegeben, man plane eine Mondbasis [月面基地 getsumen kichi], die dauerhaft bewohnt werden solle – und zwar von Robotern. 2015 sollte der erste Roboter zum Mond [月球 gekkyū] fliegen. Wo waren die für Mondlandschaften prädestinierten Roboter, die sich im Gebäudeschutt der Reaktorblöcke von Fukushima bewähren hätten können? Raupengeräte, Kletterroboter, fernsteuerbares schweres Gerät? Ist die ganze Roboterverheißung nur für Wettbewerbe und Firmenpräsentationen da? Warum wurden in Fukushima nicht Maschinen statt Menschen in die Todeszone geschickt? ...

Shin Furukawa [古川 Furukawa Shin], Planungsdirektor bei dem Roboterhersteller Tmsuk [テムザック ], hob die Wichtigkeit von Robotern für diese Art von Einsätzen hervor. Im September 1999 stand er mit der Betreiberfirma JCO [ジェーシーオー Jē Shī Ō] der Wiederaufbereitungsanlage in Tokaimura [東海村] 120 Kilometer nordöstlich von Tōkyō in Kontakt, als sich der bis dahin schwerste Atomunfall in Japan ereignete. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, hunderte wurden kontaminiert. ‚Ich habe mit einem der Verantwortlichen gesprochen, er hatte eine Liste mit Namen vor sich, mit Alter und Familienstand. Hätten wir Roboter gehabt, wir hätten sie stattdessen schicken können. So wurden als erstes die Alleinstehenden [独り者 hitori mono] losgeschickt.‘ …

Die spezielle Neigung zu menschenähnlichen Robotern hat in Japan auch damit zu tun, dass die japanische Höflichkeit den Umgang mit realen Menschen manchmal so kompliziert macht, dass man ein maschinelles Gegenüber als entspannende Alternative ansieht. So baut man in Japan Roboter, die Klavier und Geige spielen, Marathons laufen und Hochzeitszeremonien abhalten – aber keine, die bei der Eindämmung der Lebensgefahren helfen, die von einem Nuklearunfall ausgehen.

Nun, mehr als 14 Monate nach der Katastrophe, präsentiert das Future Robotics Technology Center am Chiba Institute of Technology [千葉工業大学・未来ロボット技術研究センター] einen Prototyp [原型 genkei] namens „Rosemary“ ([レスキューロボット「Rosemary」 resukyū robotto ‚Rosemary‘] Japaner lieben es, gefährliche Dinge zu verniedlichen). Er kann Treppen steigen, über Geröll klettern und bis zu 60 Kilo an Instrumenten mit sich herumschleppen, darunter einen Laser-Abtaster, der das umgebende Gelände ‚in Echtzeit an einen Computer schickt‘.
Der Roboter soll ‚im Lauf der nächsten Monate‘ nach Fukushima geschickt werden.“
(http://futurezone.at/meinung/9396-der-grosse-roboter-bluff.php; Peter Glaser: Zukunftsreich)

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