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Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

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02. Januar 2012

Hundertjahrfeier

1. Januar 2012

Chinesisch
一百年 yībǎinián (100 + Jahre)

Japanisch
百年祭 hyakunensai  (100 + Jahre + Feier)

republikchinaflagge


Die erste Flagge der Republik China:
Rot: Han-Chinesen, Gelb: Mandschus, Blau: Mongolen, Weiß: Hui und Uiguren, Schwarz: Tibeter

1911 endete in China die Agonie des jahrtausendealten Kaisertums - am 1. Januar 1912 wurde die Republik China (中華民國 Zhōnghuá Mínguó bzw. 中華民国 Chūka Minkoku) gegründet.

Alles begann am 9. Oktober 1911 in Hànkǒu  (武口), heute ein Stadtteil der zentralchinesischen Provinzhauptstadt Wǔhàn (武漢). Dort explodiert im Hauptquartier einer revolutionären Gruppe eine Bombe. Die Polizei konfisziert die Mitgliederliste und exekutiert drei Revolutionäre. Um einem ähnlichen Schicksal zu entgehen, stürmen die übrigen ein Waffendepot. Innerhalb von Stunden fällt die Stadt in die Hände der Aufständischen. Einige Provinzen ergreifen die Chance und erklären ihre Unabhängigkeit.

Bereits am 1. Januar 1912 hat Sun Yat-sen (孫逸仙), der erst eine Woche zuvor von einer Weltreise nach China zurückgekommen ist, in Nanking (南京 Nánjīng, Südliche Hauptstadt) die Republik ausgerufen. Doch der Mann, der noch heute in China und Taiwan als Landesvater (國父 Guófù) verehrt wird, telegrafiert noch am gleichen Tag an Chinas starken Mann, General Yuán Shìkǎi (袁世凯):
„Die Präsidentschaft wartet auf Sie. Ich hoffe, dass Sie mein Angebot bald annehmen werden.“

 

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Yuán Shìkǎi (袁世凯)

Yuan lässt nicht lange auf sich warten, zwei Monate später tritt er Sun Yat-sens Nachfolge an. Sun wird Eisenbahnminister (鐵路磚家 tiělù zhuānjiā). Er reist durchs Land und tut, was er am besten kann: Reden halten. Yuán Shìkǎi aber duldet keine Konkurrenten. Sun Yat-sen muss fliehen und geht ins japanische Exil. 1915 lässt Yuán Shìkǎi sich zum Kaiser krönen, dankt aber nach erbitterten Protesten wieder ab und stirbt drei Monate später.

Doch nun reißen die Kriegsherren (Warlords, 軍閥 jūnfá) in den Provinzen die Macht an sich und China versinkt in einem Bürgerkrieg. Seit dem Ende der 1920er Jahre mischen die Kommunisten mit. 1937 greifen die Japaner nach der Macht über China.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt es schließlich zum finalen Duell zwischen Kommunisten und Nationalisten. Máo Zédōngs (毛澤東) Kommunistische Partei (共産黨 Gòngchǎndǎng) triumphiert, und 1949 fliehen die verbliebenen Truppen der Nationalpartei (Kuomintang, 國民黨 Guómíndǎng) unter ihrem Führer Chiang Kai-shek (蔣介石  Jiǎng Jièshí) nach Taiwan. Jede der beiden Parteien ruft ihr eigenes China aus. Volksrepublik China (中華人民共和國  Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó) auf dem Festland und Republik China auf der Insel Taiwan.

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