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24. Juni 2011

Kaution

24. Juni 2011

Chinesisch:
保释 (bǎoshì) Kaution

保 (bǎo) garantieren
释 (shì) freilassen

Japanisch:
保釈 (hoshaku)

保 (ho) garantieren; gewährleisten
釈 (shaku) Erklärung

 

Ungewisse Freiheit
Der chinesische Aktionskünstler Ài Wèiwèi [艾未未] ist gegen Kaution aus der Haft entlassen worden

„Gestern Nacht gegen elf Uhr ist die liebe Tante heimgekommen, sie ist dünner geworden." Mit diesem schlichten Satz auf einer chinesischen Künstler-Webseite erfuhren Freunde und Kollegen von der Freilassung Ai Weiweis am Mittwoch.

„Liebe Tante" [高阿姨 gāo āyí = große Tante] gehört wie „der Dicke" [小胖 xiǎopàng] zu jenen Codeworten, mit denen chinesische Blogger in den vergangenen Monaten die Zensoren umschifften, wenn sie sich über das Schicksal des seit dem 3. April verschwundenen Aktionskünstlers informierten. Viele wollten die Nachricht zunächst nicht glauben, weil es in den Tagen zuvor schon mehrfach Gerüchte gegeben hatte. Doch nun war es wahr: Die Polizei hatte den 54-Jährigen mitten in der Nacht in einer dunklen Limousine zu seinem Atelier im Pekinger Künstlerviertel Cǎochǎngdì [草场地] gefahren. Ein deutlich schlankerer Ai war ausgestiegen und war in seinem Haus verschwunden. Gegen halb acht Uhr morgens trat der Künstler am Tag danach vor die Tür, bedankte sich bei dem kleinen Trupp wartender Journalisten und bat zugleich um Verständnis, dass er über seinen Fall nichts sagen dürfe. „Ich bin auf Kaution frei, deshalb darf ich keine Informationen geben."  ...
 
Aus seinen Worten war nicht zu erkennen, wie es mit Ai Weiwei nun weitergeht. Als Rechtsgrundlage nannte der Sprecher eine auf Chinesisch „qǔbǎo hòushěn " [取保候审] genannte Regelung, die übersetzt etwa heißt: „Eine Garantie erhalten im Hinblick auf Untersuchungen". Im Klartext: Der Verdächtige zahlt eine Kaution, darf' nicht ohne Genehmigung verreisen und muss sich stets zur Verfügung der Polizei halten. Spätestens nach einem Jahr erfährt er, ob eine Anklage erhoben wird - und wie diese konkret lautet.
 
(Jutta Lietsch in der Rheinpfalz vom 24. Juni 2011, S. 1)

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