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09. Juni 2011

In dubio pro reo

9. Juni 2011

Chinesisch:
疑问时有利于被告人 (yíwèn shí yǒulì yú bèigàorén)

疑 (yí) Zweifel
问 (wèn) Frage
时 (shí) Zeit, hier: wenn
有 (yǒu) haben
利 (lì) Nutzen, Profit
有利 (yǒulì) günstig
于 (yú) für, bei
被 (bèi) erleiden
告 (gào) sagen, informieren
人 (rén) Mensch
被告人 (bèigàorén) Angeklagter

Japanisch:
疑わしきは罰せず (utagawashiki wa bassezu)

疑わしき (utagawashiki) im Zweifelsfall
は (wa) grammatikalisches Partikel
罰せず (bassezu) nicht bestrafen

freispruchaber

Vor wenigen Tagen wurde ein bekannter Wettermoderator aus Mangel an Beweisen freigesprochen und das will auch der ehemalige Chef des IWF versuchen, der sich - auf Kosten seiner reichen Frau - die teuersten Anwälte eingekauft hat. Und wie die Erfahrung lehrt, werden die Angeklagten mit den teuersten Anwälten fast immer freigesprochen (s. O. J. Simpson, Michael Jackson usw.). Teil der Strategie dieser Staranwälte ist nahezu immer, die Kläger durch den Dreck zu ziehen. Wir kommen nach dem Urteil darauf zurück.

Strauss-Kahn schweigt

Nach der kurzen Anhörung äußerten sich - wie bei hochkarätigen Prozessen in den USA üblich - die Anwälte vor dem Gerichtsgebäude. Für seinen Mandanten sagte Ben Brafman: „Heute hat Herr Strauss-Kahn auf nicht schuldig plädiert. Er hat eine sehr eloquente bedeutungsvolle Aussage gemacht. Er verneint die Vorwürfe der Anklage."
Zum Verfahren selber wollte sich der Prominentenanwalt nicht äußern, betonte er und deutete dann doch zum wiederholten Male an, dass das Zimmermädchen dem Sex mit dem ehemaligen IWF Chef zugestimmt habe: „Wenn die Beweise entsprechend gewürdigt sind, wird nach unserer Einschätzung klar sein, dass kein Zwang und keine Gewalt angewendet wurde. Irgendwelche gegenteilige Behauptungen sind einfach nicht glaubhaft."

„Einfach absurd"

Für das vermeintliche Opfer äußerte sich ihr Anwalt Ken Thompson. Die Unterstellung der Verteidigung, dass dies alles in beiderseitigem Einverständnis geschehen sei, sei einfach absurd, sagte der Vertreter der Nebenklägerin: Seine Mandantin sei aufgrund des Verbrechens im Moment nicht in der Lage, arbeiten zu gehen. An die Medienvertreter gewandt, fügte er hinzu: „Einige von Ihnen haben das Opfer in den Medien als Teil einer Verschwörung dargestellt, um Strauss-Kahn zu stürzen. Das ist einfach nicht wahr."

(http://www.tagesschau.de/ausland/anklagestrausskahn104.html; Rüdiger Paulert, WDR-Hörfunkstudio Washington)

Im Zweifel für den Angeklagten

Der lateinische Grundsatz In dubio pro reo besagt, dass im Strafrecht (刑法 xíngfǎ bzw. keihō) ein Angeklagter (被告人 bèigàorén bzw. 刑事被告 keiji hikoku) nicht verurteilt werden darf, wenn Zweifel an seiner Schuld bestehen.

Die Beweislast im Zivilrecht (私法 sīfǎ bzw. 民事法 minjihō) liegt aufgrund der Unschuldsvermutung (无罪推定原則 wúzuì tuīdìng yuánzé bzw. 推定無罪 suitei muzai) stets beim Kläger.

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