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19. Mai 2011

PIIGS

19. Mai 2011

Chinesisch:
笨猪五国 (bènzhū wǔguó)

笨 (bèn) dumm
猪 (zhū) Schwein
五 (wǔ) fünf
国 (guó) Staat

五小猪国 (wǔ xiǎo zhūguó)

五 (wǔ) fünf
小 (xiǎo) klein
猪国 (zhūguó) Schweinestaaten

欧豬五国 (Ōuzhū wǔguó)

欧 (Ōu) Europa
豬 (zhū) Wutz, Schwein
五国 (wǔguó) fünf Staaten

Japanisch:
ピグズ (piguzu) PIGS

ピーグス (pīguzu) PIIGS

piigs

Wer sind die fünf Schweine?

Mit der äußerst unfreundlichen Abkürzung PIIGS sind die fünf Euro-Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien gemeint. Der Begriff PIGS, der (rein zufällig?) im Englischen „Schwein" bedeutet, war im Bankenbereich schon länger gebräuchlich, bevor in der Bankenkrise als zweites und drittes „I" noch Irland und Island dazukamen. Man kann die Abkürzung auch umstellen und kommt dann auf GIPSI, was an das englische Wort für Zigeuner (gypsy) anklingt.
 
Christoph Nesshöver schreibt im Handelsblatt einen Bericht über seine Reise durch drei PIGS-Länder, den wir hier stark verkürzt zitieren:

Wie die Angst vor dem Griechenland-Virus um sich greift

„Am Mittelmeer und dem Atlantik, wo die Deutschen so gerne urlauben, leben jetzt nur noch Verdächtige, kurz "Piigs", Menschen aus Ländern, für deren Schulden Deutschland plötzlich Milliarden Euro berappen soll. Denn Griechenland ist ja nur der Anfang."

1. Italien: Fröhliche Verdächtige

"Ankunft am Flughafen Mailand-Malpensa, Herrgottsfrühe. Im Schnellzug in die City plumpsen drei germanische Mannsbilder in ihre Sitze. Der Erste brummt: "43,50 Euro für drei Tickets? Der hat uns doch abgezockt!" - "Echt?" Pause. Dann der Dritte: "Dreimal 14,50, das macht doch genau 43,50!"
Der Deutsche liebt den Italiener, aber er traut ihm nicht, diesem Eispanscher, diesem Elfmeterschinder. Diesem Staatsverschulder. ..."

2. Portugal: Leidensfähige Verdächtige

„Ja, die Portugiesen seien empört über den Schweinchen-Vergleich, die Piigs oder Pigs, sagt der Weise. Schon weil ihre Zahlen stimmten, anders als die der Trickser in Athen. Die Portugiesen haben ihr Defizit in drei Jahren halbiert, haben in fünf Jahren jede zehnte von 747.000 Stellen im öffentlichen Dienst abgebaut und eine radikale Rentenreform beschlossen. Dann legte die Finanzkrise ihre Schwächen offen: ein schlechtes Bildungssystem, kaum Industrie, aber Löhne, die schneller wuchsen als die Produktivität: Jobs gingen nach Rumänien oder Bulgarien."

3. Spanien: Verdächtige Ruhe

„Anflug auf Madrid-Barajas. Schon aus dem Bullauge ist Spaniens größtes Problem zu sehen: tote Baustellen. Hier hat jemand eine beige Fläche aus der Landschaft geschält, die die Bagger nie erreichten. Mal stehen graue Betongerippe einsam herum. Der Bauindustrie verdankt Spanien einen Boom: Von 2000 bis 2007 wuchs die Wirtschaft jährlich um drei, vier, fünf Prozent. Dann verheerte die Finanzkrise den ganzen Wirtschaftszweig. Das Auto verlor seinen Motor." ...

Epilog

„Sonntagabend, Heimkehr nach Germania, Alemanha, Alemania. Die Griechenland-Milliarden sind in Brüssel eben offiziell bewilligt worden. Von Seite eins der Sonntagspresse grüßt die Kanzlerin. ... Dann spart mal schön, ihr Portugiesen und Spanier, heißt das in etwa. Über Deutschland, Defizit 3,3 Prozent des BIP, Schuldenstand 1,8 Billionen Euro, macht 73,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sagt sie nichts. Über die Schulden anderer richtet es sich leichter."

(http://www.handelsblatt.com/politik/international/wie-die-angst-vor-dem-griechenland-virus-um-sich-greift/3427230.html; Christoph Nesshöver im Handelsblatt vom 4. Mai 2010. Wir hoffen, mit diesem Langzitat keine Urheberrechte verletzt zu haben.)

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