• Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

28. Juli 2014

Auswanderung

Chinesisch
移民 yímín (Ortswechsel + Volk)

„Ende der 70er-Jahre beklagte US-Präsident Jim Carter während eines Treffens mit Chinas damaligem Machthaber Dèng Xiǎopíng [邓小平] die fehlende Reisefreiheit in der noch weitgehend abgeriegelten Volksrepublik. Dèng antwortete: ‚Gut, wer gehen will, soll gehen‘ fügte aber schnippisch hinzu: ‚Sind Sie wirklich auf zehn Millionen Chinesen vorbereitet?‘

Aus den damals von Dèng prognostizierten zehn Millionen sind inzwischen hundert Millionen geworden. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes [国家统计局 Guójiā Tǒngjìjú] haben noch nie so viele Chinesen das Land zumindest zeitweise verlassen wie im vergangenen. Jahr. 2014 dürfte die Zahl nochmals zulegen. Bis 2020 soll sich die Zahl Experten-Schätzungen zufolge auf bis 200 Millionen verdoppeln.“
(Felix Lee in der Rheinpfalz vom 20. August 2014: Viele Chinesen verlassen das Land)

Die Zahl der chinesischen Bewerber für Auswanderungsprogramme nimmt – trotz der Verschärfung der Einwanderungsgesetze in vielen Ländern – zu. Die meisten Chinesen erhoffen sich im Ausland weniger Druck und ein einfacheres Leben, vor allem im Alter. Sie suchen das, was in China für Geld nicht zu haben ist: Saubere Luft, gesündere Nahrung, eine bessere Ausbildung für ihre Kinder. Einige machen sich auch Gedanken über die Korruption und sorgen sich, ob ihr Vermögen sicher ist. Für Geschäftsleute bedeute ein ausländischer Pass zudem geringere Wartezeiten für ausländische Visa.

Die meisten Chinesen im Ausland sind allerdings Touristen, doch offiziellen Angaben zufolge haben 2013 über neun Millionen Chinesen ihr Heimatland für längere Zeit oder gar für immer verlassen. Die meisten davon sind sehr reich.

Bevorzugtes Einwanderungsland reicher Chinesen sind die USA. Besonders beliebt sind die sogenannten EB-5-Visa (EB-5类签证 EB-5-lèi qiānzhèng). Es erlaubt den dauerhaften Aufenthalt, wenn man mindestens 500.000 US-Dollar investiert und zehn US-Bürgern einstellt. Die Zahl dieser Visa ist auf 10.000 Stück pro Jahr beschränkt, 5.895 davon gingen 2013 an Chinesen.

Auch die EU-Staaten bemühen sich um reiche Chinesen. Da jedoch die Vergabe von Visa im Schengen-Abkommen (申根协议 Shēngēn Xiéyì) einheitlich gehandhabt wird, werben einzelne Länder gleich mit einer Staatsbürgerschaft.

Bei der zweitgrößten Gruppe von Chinesen, die ihr Land verlassen, handelt es sich um Studenten und Schüler. An US-Universitäten kommen die meisten Ausländer aus China. In England sind etwa so viele Chinesen für einen Master-Studiengang eingeschrieben wie Briten. In Deutschland studieren etwa 25.000 Chinesen.

Die chinesische Führung unterstützt diese Entwicklung. „Sollen doch ruhig die Amerikaner und Europäer Chinas künftige Elite ausbilden“, hieß es in einem Leitartikel. Selbst Staatspräsident Xí Jìnpíng (习近平) hat seine Tochter Xí Míngzé (习明泽) an die Harvard-Universität (哈佛大学 Hāfó Dàxué) geschickt. Seine Exfrau Kē Xiǎomíng (柯小明) lebt in Großbritannien und seine Schwester Qí Qiáoqiáo (齐桥桥) in Kanada.

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...